Speed für die Datenautobahn: Der neue Kindle

Der Amazon- ist ein Phantomprodukt und doch erfolgreich: in Deutschland konnte man ihn bisher sowieso nicht kaufen, in den USA wird er zur Zeit aber auch nicht mehr ausgeliefert. Dafür ist der Hype umso größer, vor allem, seit dem bekannt wurde, dass in Kürze eine neue Version erhältlich sein wird. Am 9. Februar soll sie nach Informationen der New York Times in New York der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Mit einem schnelleren Prozessor und verbessertem, d.h. rascherem Seitenaufbau setzt man offenbar auch auf bequemere Internet-Nutzung des W-LAN-fähigen Gerätes. Selbst der E-Ink-Chief Executive Russell J. Wilcox wird nämlich mit den Worten zitiert: “If you are reading a book, it might not make that much of a difference. But if you want to do anything else with your device, zooming in, look up words, whatever, you really appreciate the speed.” Die Vorteile der E-Ink-Technologie (Lesequalität, niedriger Stromverbrauch) gibt es also in Zukunft ohne allzu große Nachteile bei der Reaktionszeit des Bildschirms. Damit dürften natürlich auch die Unterschiede zwischen E-Book, PDA, Handy oder Notebook weiter verwischen. Puristen bleibt immerhin aber noch ein Unterschied zum Multi-Media-Overkill erhalten: bis auf weiteres ist die Welt von E-Ink nur in schwarz-weiß zu haben.

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Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".