Tim O’Reilly: „Ohne epub-Format ist Amazons Kindle in drei Jahren weg vom Fenster“

Wer auf offene E-Book-Formate setzt, wird am Markt Erfolg haben. Wer die Nutzung elektronischer Bücher rigide beschränkt, wird dagegen scheitern. Diese Überzeugung vertritt der bekannte amerikanische Verleger Tim O’Reilly in einem Artikel für Forbes.com. Amazons Lesegerät Kindle prophezeit der vor allem mit Anwenderbüchern im Computer- und Websektor erfolgreiche O’Reilly deswegen ein schnelles Ende: (mehr …)

Gutenberg 2.0: Buchhandel startet E-Book-Business auf Libreka.de

E-Books verkaufen sich immer besser. In vielen englischsprachigen Ländern werden zweistellige Zuwachsraten verzeichnet. Nicht nur Anbieter wie Amazon legen zu, auch viele Verlage wie etwa Random House machen ihre Umsätze zunehmend mit elektronischer Lektüre. Jetzt hat auch der deutsche Buchhandel die Zeichen der Zeit erkannt: schon im März könnte der Buchhandel zum E-Book-Handel werden, besser gesagt: zur Download-Plattform. Auf dem Portal Libreka.de will man nämlich pünktlich zur Leipziger Buchmesse die schon länger geplante E-Commerce-Funktion freischalten. (mehr …)

Jeder zweite Top 10-Bestseller in Japan wird auf dem Handy geschrieben

jeder-zweite-bestseller-in-japan-wird-auf-dem-handy-geschriebenJeder zweite Top Ten –Bestseller wird in Japan nicht nur als E-Book verkauft, das E-Book wird auf dem Handy gelesen. Doch damit nicht genug: die meisten dieser „Cell phone novels“ werden von flinken Teenagerfingern tatsächlich auch auf dem „Keitei“ (=Handy) geschrieben! Eine entsprechende Blog-Meldung führte vor zwei Jahren noch zu dem erstaunten Kommentar: „Das muss ein Fehler sein! Jeder zweite Besteller wird auf Handys gelesen, okay, aber: geschrieben!?“ Doch im Land der über 100 Millionen Handys geht so manches… (mehr …)

Der neue Grisham-Thriller wird ein E-Book

Bestseller-Autor John Grisham wird seine Justiz-Krimis in Zukunft auch als E-Book herausbringen. Grisham-Fans mit wenig Regalplatz dürfte das freuen: Der Autor von Erfolgsromanen wie „Die Jury“,„Die Firma“ oder „Die Akte“ gilt schließlich als Vielschreiber. Seit 1988 erschien jedes Jahr ein neuer Bestseller. Publishers Weekly nannte ihn den „meistgekauften Romancier der 90er-Jahre“. Viel gekauft wird er im 21. Jahrhundert immer noch, nur bisher eben nicht als E-Book. Anders als etwa Bestseller Kollege Steven King, der sogar exklusiv für den Amazon Kindle schreibt, blieb Grisham bisher der Gutenberg-Galaxis treu. Jetzt hat die “oberste Instanz des Thrillers” ihr Urteil revidiert: “Für eine gewisse Zeit hielten John und ich es für gut, den E-Book-Markt zu beobachten, bevor man sich hineinstürzt”, wird Grishams Literaturagent zitiert. Und weiter: “Nachdem es jetzt ein richtiger Marktplatz geworden ist, werden seine Bücher bald in allen digitalen Formaten erhältlich sein.” Das Wall Street Journal meldete dementsprechend, ein Vertragsabschluss mit Random House stehe kurz bevor. Mindestens 22 seiner Titel sollen bei diesem Verlag in Zukunft als E-Book-Version erscheinen. Insgesamt will Random House die Zahl seiner lieferbaren E-Book-Titel in diesem Jahr auf bis zu 15.000 vergrößern, darunter auch E-Books für iPod und iPhone. Die große Frage in punkto Grisham bleibt natürlich: wann wird auch der aktuellste Titel „The Associate“ als E-Book erscheinen!?

Kindle-Killer im A4-Format? Zeitungen setzen auf PlasticLogic-Reader

Financial Times, USA Today, aber auch El Pais, The Scotsman oder die Thüringer Landeszeitung: Viele große Blätter werden bereits ab 2010 als großformatiges erscheinen. Das Unternehmen Plastic Logic wurde letzte Woche bereits direkt mit zwei großen US-Zeitungen handelseinig. Noch bemerkenswerter ist allerdings die künftige Zusammenarbeit mit dem Global Player LibreDigital. Damit hat der Hersteller eines E-Readers im A4-Format nämlich einen Partner mit im Boot, (mehr …)

New York Times nur noch als E-Paper & gegen Cash?

new-york-times-nur-noch-als-e-paper-und-gegen-cash-150x150Weniger Anzeigenerlöse, weniger Abonennten, kaum noch Kredit: Die macht sogar in Deutschland mal wieder Schlagzeilen, denn sie gerät finanziell immer stärker in Schlagseite. Möglich erscheint jetzt sogar das Ende der Print-Ausgabe, also die Beschränkung auf eine kostenpflichtige Online-Version und eine -Edition für den .
Schon seit dem Herbst 2008 machen auch andere Lösungsvorschläge für die NYT die Runde, (mehr …)

Das E-Book wird farbig: Fujitsu’s FLEPia erobert Tokio

e-book-wird-farbig_fujitsus-flepia-erobert-tokio-150x150Man hatte sich fast schon daran gewöhnt: E-Books sind ein bisschen so wie echte Bücher, klein, seriös verpackt und vor allem in Schwarz-Weiß. Farbige E-Ink-Displays kannte man nur aus den Hightech-Laboren der Industrie. Doch plötzlich ist die Welt auf dem Display groß und bunt, zumindest wenn man in Tokio wohnt. Dort können  die Gäste des Termina Kinshicho Fujiya Restaurants seit Anfang des Monats die Zukunft des E-Books live erleben: (mehr …)

Flatrate für E-Books vorerst nicht in Sicht

Eine Insel mitten im Ozean, mit optimaler Kulturversorgung, alles (fast) für umsonst: das ist bisher eine Utopie (z.B. in Arno Schmidts 50er-Jahre-Roman “Gelehrtenrepublik“). Doch wenn es nach Ron Berry geht, könnte es eine solche mediale Insel der Seeligen bald geben, wenn auch nicht im Ozean, sondern in der irischen See, und zumindest für Musik. Der auf der Isle of Man für E-Business zuständige Mitarbeiter im Finanzministerium hat nämlich eine Art Flatrate für Musik (”blanket license” bzw. “file sharing fee”) vorgeschlagen. Sie soll über eine allgemeine Abgabe finanziert werden, die jeder User an den jeweiligen Internet-Anbieter entrichtet.

Die Isle of Man gehört zwar zu Großbritannien, hat jedoch ein eigenes Parlament und könnte ein ensprechendes Gesetz verabschieden. Auch technisch wäre das als Steuerparadies bekannte Eiland für so einen Versuch eine gute Adresse: (mehr …)

Neues iPhone: endlich ein E-Book-Reader für 99 Dollar

Die Business-Insider pfeifen es von den digitalen Dächern: Apple könnte noch in diesem Sommer ein Einsteiger-I-Phone auf den Markt bringen, das die Preisgrenze von 100 Dollar durchschlägt. Mit leicht abgespeckter Technik, anderen Nutzungsbedingungen, aber immerhin: ein echtes für die (nicht ganz so gut betuchten) Massen. Das dürfte nicht zuletzt dann neue Dynamik in den E-Book-Markt bringen. Denn offenbar ist der Telefonier-Apfel zu einem der erfolgreichsten mobilen Lesegeräte geworden, seitdem die US-Firma Lexcycle mit “Stanza” eine Software auf den Markt gebracht hat, die E-Books für das I-Phone nun ja, … stanzt. Denn die User können damit z.B. ihre eigenen Texte in das offene .epub-Format übertragen und auf dem Handy lesen. Oder aber aus dem “eingebauten” Online-Katalog mit über 100.000 Titeln Bücher downloaden. Genausogut natürlich auch von freien Portalen wie Project Gutenberg, free-ebooks.net usw. Während einige Zeitgenossen den Berufspessimisten geben, was das Lesen außerhalb der E-Ink-Sphäre betrifft, haben die User bereits Tatsachen geschaffen: bis Anfang 2009 wurde die im Sommer 2008 präsentierte E-Book-Software Stanza schon eine Million mal heruntergeladen. Nur eins geht bisher nicht: mit DRM für die freie Benutzung gesperrte Formate lassen sich nicht aufs übertragen. Offenbar kann man also auch ohne Kopierschutz erfolgreich sein…

Handy-Roman bringt Suspense in die U-Bahn

McLuhan kannte noch keine Handys, aber er hatte eine Medientheorie, deren Quintessenz wie eine SMS klingt: “The Medium is the message.” Die große Preisfrage lautet also: Was sagt uns das Handy über die Gesellschaft der Gegenwart, abgesehen von: alle können überall kommunizieren? Wer schon mal einen gelesen hat, dürfte eine Ahnung davon haben. Nicht nur die Formen (vgl. WAP-Internet, Handy-Fernsehen, etc.) ändern sich, sondern auch die Inhalte passen sich an die neuen Kommunikationsgewohnheiten an. Tatsächlich lesen wir heute anders als vor zehn Jahren. Die kurzen ebenso wie die einfachen Formen sind die Gewinner: Ein Satz muss auf das Display passen, am besten gleich zwei oder drei.  So etwa wie in Carola Kickers Mystery-Thriller Perlen aus Blut: (mehr …)