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Tablet Wars, nächster Teil: Nook Tablet startet parallel zum Amazon Fire

9 Nov 2011


Die Weihnachtssaison 2011 wird zur Tablet-Schlacht: mit dem Nachfolger des Nook Color bringt Barnes&Noble zeitgleich mit Amazon ein eigenes sieben Zoll-Tablet heraus. Die ersten Geräte werden bereits nächste Woche ausgeliefert. Das „Nook Tablet“ kostet mit 249 Dollar zwar etwas mehr als Amazons „Fire“, hat aber technisch zumindest teilweise die Nase vorn. Mit 1 Gigabyte ROM und 16 Gigabyte RAM bietet es nämlich doppelt so viel Speicher wie die Konkurrenz. Der Dual-Core-Prozessor ist allerdings identisch, die Display-Technologie IPS (in-plane switching) mit einer Auflösung von 600 mal 1024 Pixeln teilt das neue Nook ebenfalls mit dem Fire. Auch die Benutzeroberfläche erinnert stark an Amazons Konzept – das Nook Tablet läuft mit angepasstem Android 2.3 „Gingerbread“.

Kein Zugang zum Android Marketplace

Die Content-Strategie orientiert sich am gewohnten Nook Color-Modell – es gibt also keinen direkten Zugang zum Android Marketplace. Anders als vielen High-End-Tablets gibt es statt 3 G nur WLAN, Kameras etwa für Videochat fehlen ebenfalls. Lesestoff liefert ein integrierter E-Store – von E-Books und elektronischen Zeitschriften bis hin zu E-Comics. Dazu gibt es Multimedia satt, denn vorinstallierte Apps bieten Zugriff auf das Pandora-Webradio sowie die Streaming-Videos via Netflix & Hulu. Über ein integriertes Mikrofon lassen sich zudem Töne aufnehmen – über das neue „Read and Record“-Feature können so Kinderbücher vorgelesen und aus der Konserve wieder abgespielt werden.

Preissenkung für Nook Color

Eine Akkuladung soll nach Angaben von Barnes & Noble für bis zu 11,5 Stunden Lesedauer reichen, mit Videonutzung kommt man immerhin auf 9 Stunden (jeweils bei deaktiviertem WLAN). Drei Stunden dauert es, bis der Akku dann via Mikro-USB wieder voll aufgeladen ist. Ähnlich wie Amazon hat Barnes & Noble übrigens den Tablet-Launch mit einer Preissenkung der übrigen Modelle verbunden. Das alte Nook Color gibt es jetzt für 199 Dollar (zuvor 249 Dollar), den E-Ink-Reader Nook Touch für 99 Euro (zuvor 139 Dollar). Eins haben die Geräte natürlich alle gemeinsam – sie sind offiziell in Deutschland bis auf weiteres nicht lieferbar. Die Konkurrenz macht sich hierzulande ebenso rar, lediglich Amazons neueste Low-Cost-Variante des Kindle 4 kann man bei Amazon.de bekommen.