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Nook erhält NFC-Chip: Barnes&Noble-Kunden bezahlen in der Buchhandlung bald via E-Reader

3 Mai 2012 Ansgar Warner 2 Kommentare

Gedruckte Bücher in der Buchhandlung mit dem E-Reader oder Lese-Tablet bezahlen? Für Barnes&Noble-Kunden könnte das bald zum Alltag gehören. „Wir werden NFC-Chips in unsere Nooks einbauen“, kündigte B&N-Chef William Lynch gerade in einem Interview mit Fortune an. Die Near-Field-Communication ermöglicht das berührungslose Übertragen von Daten im Nahbereich, und gilt allgemein als Königsweg für das elektronische Bezahlen mit Mobilgeräten. Mit der Integration von NFC wäre die größte US-Buchhandelskette erneut dem Hauptkonkurrenten Amazon um eine Nasenlänge voraus. Erst vor wenigen Wochen hatte Barnes&Noble den Nook Simple Touch neu aufgelegt – dank GlowLight-Feature eignet sich das Gerät nun auch zur Lektüre im Dunkeln.

“Wir werden auch Bücher mit NFC-Chips ausstatten”

Mit den NFC-Chips lassen sich zugleich auch Verbraucherinformationen auf physischen Produkten platzieren, also etwa Büchern: „In Zusammenarbeit mit Verlagen können wir es so einrichten, dass Hardcover-Bücher ebenfalls einen NFC-Chip enthalten, der alle Buchbesprechungen unseres Web-Portals BN.com enthält. Hat man dann den Nook-Reader dabei, kann man somit alle wichtigen Informationen über ein Buch direkt auf dem Nook lesen und den Titel nahtlos bezahlen.“ Einen vergleichbaren Ansatz brachte bereits der in Deutschland von Libri vertriebene Acer LumiRead mit. Mit einer kleinen Kamera auf der Rückseite konnte man ISBN-Strichcodes auf Buchcovern einscannen und online nach Produktdaten suchen. Genauso wie das Einscannen von QR-Codes sind solche Verfahren aber langsamer und fehleranfälliger als der Datenaustausch via NFC.

Innovationsschub durch Kooperation mit Microsoft

Die Attraktivität von Barnes&Noble-Filialen dürfte das neue Feature noch einmal deutlich erhöhen – schon bisher konnten Nook-Besitzer dort via WLAN kostenlos in E-Books hineinschmökern. Als Zielgruppe für Papiermedien sind die E-Leser alleine schon deshalb interessant, weil sie durchaus auch an gedruckter Lektüre interessiert sind: „Wie haben die Erfahrung gemacht, dass Nook-Käufer insgesamt mehr Bücher kaufen. Ihre Kaufkraft verschiebt sich zwar in Richtung E-Books, doch sie kaufen eben auch noch gedruckte Bücher“, so Lynch gegenüber Fortune. Hintergrund des aktuellen Innovationsschubs ist die gerade bekanntgegebene Allianz zwischen B&N und Microsoft, die 300 Millionen Dollar in die Kassen der finanziell klammen Buchhandelskette spült. Neben einer Nook-App für Windows 8 könnte das Zusammengehen von Buchmachern und Software-Schmiede bald Self-Publishing-Autoren sogar die Möglichkeit eröffnen, Office-Dokumente direkt im Nook Book-Store zu veröffentlichen.

Abb.: Barnes&Noble

2 Kommentare »

  • Markus schrieb:

    Nice! Ich hoffe B&N kommt bald nach Deutschland und macht hier endlich Amazon Konkurrenz. Die Nook Reader sind wirklich klasse!

  • eBook-Land Woche 29 | Thomas Diehl Punkt E U schrieb:

    [...] auf iOS inzwischen die Kindle-App überholt. Ein Hebel dafür scheint die zukünftig mögliche Nutzung des Nook in Buchhandlungen zu sein. Beitrag teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte [...]