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Crowdfunding als intelligente Alternative zu Paid Content: E-Book-News testet Flattr-Button

29 Apr 2010 2 Kommentare

Flattr-Crowdfunding.gifFlattr geht in die nächste Runde. Gleichzeitig mit dem Start von Version 0.8 verschickte das schwedische Crowdfunding-Netzwerk weitere Einladungen an Beta-Tester – ab heute ist auch E-Book-News mit dabei. Das von Pirate Bay-Mitgründer Peter Sunde gestartete Projekt ist eine intelligente Alternative zu Paid Content. Die Mitglieder zahlen einen Mindestbeitrag von 2 Euro pro Monat. Über den Flattr-Button können sie dann beteiligte Websites unterstützen – aus der Zahl der Besuche wird Monat für Monat der Anteil am Crowdfunding-Kuchen berechnet.

Flattr, Kachingle & Co: Willkommen in der Thank-You-Economy

Micropayment gibt es schon etwas länger, und damit auch die Möglichkeit, über Spenden-Buttons einer bestimmten Website etwa via Paypal eine bestimmte Summe zu überweisen. Crowdfunding macht die Sache noch etwas einfacher – ein regelmäßiger Mitgliedsbeitrag wird auf Webseiten verteilt, die man in einem bestimmten Zeitraum besucht hat. Jeder Klick zählt. Flattr ist auch in finanzieller Hinsicht ein äußerst niedrigschwelliges Angebot – der Mindesbeitrag beträgt zwei Euro pro Monat. Bei Kachingle, der amerikanischen Konkurrenz, zahlt man zur Zeit knapp über vier Euro, in Zukunft soll es noch etwas mehr sein, Messlatte ist für die Kachingler nämlich der Preis eines Zeitungsabos. Wer möchte, kann aber auch bei Flattr mehr Geld ausgeben, denn nach oben hin gibt es keine Grenze. Ein weiterer Unterschied zwischen Kachingle und Flattr ist die Transparenz des Crowdfunding-Netzwerks. Der Flattr-Button zählt nur die Anzahl der Klicks, bei Kachingle kann man auch erfahren, wer zu den Unterstütztern einer Seite gehört, wie oft sie besucht wurde und vor allem: wie viel Geld wohin geflossen ist.

Einzelne Blogbeiträge bei E-Book-News lassen sich nun „flattern“

E-Book-News ist jetzt in beiden Crowdfunding-Netzwerken aktiv. Vielleicht sieht so ja tatsächlich die Zukunft der Blogosphere aus: entweder spendet man nach der Methode „Klick Gutes & sprich darüber“ ein paar Cent, und erscheint zugleich namentlich als Unterstützer einer Seite, oder man „flattert“ anonym vorbei, und dreht lediglich den Flattr-Counter um einen Punkt weiter. Insofern ist Kachingle vom Social-Media-Feeling her etwas näher dran am Facebook-Button, mit dem man Fan einer Seite werden kann. Der anonynme Flattr-Button erinnert dagegen eher an die Klickzähler von Social Bookmarking Diensten wie Newstube. Im Unterschied zu Kachingle lässt sich der Flattr-Button tasächlich auch objektbezogen anlegen – etwa für ein Bild, ein Video oder eben eine einzelne Blogseite. Über ein spezielles WordPress-Plugin lässt sich das Erstellen der einzelnen Buttons automatisieren. Genau das haben wir getan: Aktive Crowdfunder haben somit jetzt die Möglichkeit, am Ende jedes einzelnen Artikels auf E-Book-News, der ihnen gefällt, auf den Flattr-Button zu klicken. Wie sagt man so schön auf schwedisch: “Många bäckar små gör en stor å” ;-)

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