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Nicht im grünen Bereich: Selbst das Fairphone 2 nur bedingt recyclebar

7 Mrz 2017 0 Kommentare

fairphone-recyclingMobiles Lesen braucht mobile Lesegeräte – meist sind das Smartphones oder Tablets. Für die Umwelt ist das nicht so toll: nicht nur bei Herstellung und Betrieb (inklusive der Rechnerwolke im Hintergrund), sondern auch bei der Entsorgung verhageln die High-Tech-Geräte uns gehörig die Ökobilanz. Alternative Anbieter wie die Fairphone-Macher aus den Niederlanden arbeiten jedoch an einer Lösung: der modulare Aufbau soll die Recycling-Quote verbessern. Letztes Jahr erhielt das Fairphone 2 sogar das Umweltzeichen „Blauer Engel“. Doch verbessert das aus leicht zu trennenden Komponenten aufgebaute Gadget tatsächlich die Wiederverwertbarkeitsquote? Jein, zeigt der jetzt veröffentliche „Fairphone Recyclability Report“.

Alles über 30 Prozent ist schwierig

Der Report legt nämlich nahe: Es ist offenbar schon verdammt schwierig, in der „End of Life“-Phase eines Smartphones überhaupt magere 30 (Gewichts-)Prozent der Inhaltsstoffe in wiederverwertbarer Form herauszubekommen. Bei den kompakt verbauten Normalgeräten bleiben in der Regel nur zwei Möglichkeiten: komplett einschmelzen, dabei Wärmeenergie nutzen und Metalle herauslösen, oder schreddern und dann die Inhaltsstoffe so gut wie möglich sortieren und getrennt recyclen.

Vorteil: Module separat recyclebar

Beim Fairphone dagegen gibt’s immerhin eine dritte Möglichkeit: durch den modularen Aufbau können die einzelnen Elemente leicht auseinandegenommen und in der jeweils optimalen Form separat recyclet werden. In der Gesamtmasse des verbauten Materials bringt das zwar keine großen Vorteile, bei bestimmten (Edel-)Metallen wie Gold, Kupfer, Silber, Kobalt, Nickel etc. erhöht sich die Recycling-Quote jedoch auf ansehnliche 80 bis 98 Prozent.

Der Weg ist noch weit…

Das zeigt deutlich: Die Fairphonemacher sind mit dem modularen Prinzip in Sachen Recycling schon mal auf dem richtigen Weg, und zeigen dem Rest der Branche, wo es lang gehen sollte. Doch der Weg ist noch weit – auf dem Recycling-Effizienz-Index von A+++ (hocheffizient) bis G (ineffizient) landet auch das Fairphone derzeit nur bei „D“, also eher schon im roten Bereich. Noch viel wichtiger bleibt vorerst wohl, dass sich Mobilgeräte möglichst lange nutzen lassen, und nicht schon nach ein oder zwei Jahren verschrottet werden müssen. Genau da punkten modular aufgebaute Smartphones natürlich ganz besonders, denn die Komponenten lassen sich bei Bedarf leicht austauschen bzw. upgraden.

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