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Neues vom Courier: Microsofts Dual-Screen-Tablet hat eindeutig E-Reader-Qualitäten

9 Mrz 2010

courier e-reader microsoft dual screen touch.gifMicrosoft wird noch in diesem Jahr ein Dual-Screen-Tablet an den Start bringen. Im Herbst 2009 zirkulierten erste Bilder vom neuen „Courier“-Projekt im Netz, nun gibt’s weitere Einzelheiten: die Displays des Gerätes haben das Format 13 mal 18 Zentimeter, als Betriebssystem dient statt Windows 7 offenbar Tegra 2. Spezielle Apps machen das PDA-ähnliche Gerät zu Microsofts zentraler E-Reader-Plattform.

Auf dem Courier läuft dasselbe OS wie auf Zune-Player und Pink Phone


Lange Zeit war es ruhig geworden um Microsofts großes Tablet-Projekt – auch auf der Consumer Electronics Show im Januar hielt sich Steve Ballmer deutlich zurück. Im Vorfeld von Apples großer iPad-Premiere – ab 12. März kann das neue Gadget in den USA vorbestellt werden – werden nun aber gezielt Informationen in der Blogosphere gestreut. So hat etwa Engadget von einer „höchst vertrauenswürdigen Quelle“ Informationen zum Design des Courier erhalten: „Das Courier soll als eine Art digitale Agenda funktionieren und hochmobil sein – es ist weniger als 2,5 cm dick, wiegt weniger als 450 Gramm und hat zusammengeklappt etwa die Maße 13×18 Zentimeter.“ Im Unterschied zu vielen anderen Dual-Screen-Geräten kombiniert das Courier nicht E-Ink und LCD, sondern setzt auf zwei identische Farb-Displays. Überraschungen gibt es auch beim Betriebssystem: Anders als viele es vermutet haben wird Microsofts neuestes Gadget nicht mit Windows 7 laufen, sondern offenbar mit Tegra 2. Damit wird es also in einer Reihe stehen mit dem Zune-Player und dem Pink-Phone.

Das Courier ist ein E-Book im doppelten Sinne: Notizbuch und Lesebuch


Das Courier ist vielleicht Microsofts Antwort auf das iPad – ein iPad-Killer ist es aber nicht. Das iPad ist ein Tablet, das Courier ist eine ganz neu Form des elektronischen Buches, und zwar im doppelten Sinne: es ist Notizbuch & Lesebuch zugleich. Das zeigt bereits die Bedienung des Touch-Screens – sie erfolgt mit den Fingern (Aufruf von Menus, Anklicken von Feldern, Umblättern von Seiten), aber vor allem auch mit einem Stylus. Statt virtueller Tastatur setzt Microsoft nämlich auf Handschriftenerkennung, etwa beim Adressieren von E-Mails, dem Beschriften Bildern oder dem Aufstellen von To-Do-Listen. Während solche Formen der Produktivität mit dem iPad ohnehin nicht möglich sein werden, ist das Courier als E-Reader jedoch durchaus mit Apples Tablet vergleichbar. Durch die nebeneinander angeordneten Displays dürfte das Leseerlebnis aber einem physischen Buch weitaus näher kommen als auf dem iPad. Über einen mit iBooks vergleichbaren E-Store ist allerdings noch nichts bekannt geworden – als Basis könnte jedoch Microsofts Zune Marketplace dienen, auf sich ähnlich wie bei iTunes Musikfiles, Fernsehserien und Kinofilme shoppen lassen.

(via Engadget)