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Kommt ein Nook-Tablet mit „revolutionärer Display-Technologie“?

18 Jul 2012 Ansgar Warner 2 Kommentare

Barnes&Noble war Amazon bereits mehrmals eine Nasenlänge voraus – etwa, als mit dem Nook Color bereits Monate vor dem Kindle Fire ein Lese-Tablet mit Android-Oberfläche herauskam. Auch bei E-Ink-Readern mit Glowlight-Feature besetzte die größte US-Buchhandelskette die Pole Position. Nun scheint B&N erneut zum großen Sprung nach vorn anzusetzen. Denn möglicherweise erhält die für Herbst 2012 angekündigte nächste Generation des Nook-Tablets eine revolutionäre Bildschirm-Technologie („revolutionary screen technology“). Das berichtet zumindest CNet unter Berufung auf Branchen-Insider. Schon seit Jahren gibt es einen Wettlauf um ebenso stromsparende wie kontraststarke Farb-Displays: Firmen wie Pixel Qi, Qualcomm oder Mirasol werkeln an Darstellungstechniken, die ähnlich wie E-Ink ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen, aber trotzdem rasche Bildwechsel und hohe Auflösungen ermöglichen.

Wer nun beim Nook das Rennen macht, ist jedoch nicht bekannt. Die CNet-Quelle berichtet lediglich, die neue Screen-Technologie sei von B&N selbst in Zusammenarbeit mit einem „anderen Unternehmen“ entwickelt worden, und bisher „noch nicht in einem anderen Produkt zu sehen“ gewesen. Außerdem würde wie bisher das „Lese-Erlebnis“ im Vordergrund stehen. Nicht umsonst meint angesichts solcher Vagheit nun E-Reading-Experte Nate Hoffelder von The Digital Reader, es gehe wohl vorerst nur um die Weiterentwicklung der bisherigen LCD-Displays – schließlich seien die bekannten stromsparenden LCD-Alternativen alle noch nicht zur Marktreife gelangt. Durch die Kooperation mit Microsoft hätte B&N andererseits natürlich genügend Geld in der Kasse, um innovative Techniken eher an den Start zu bringen als Mitbewerber. Spätestens im Oktober werden wir mehr wissen, denn dann soll das neue Nook Tablet in den USA der Öffentlichkeit präsentiert werden. Der anvisierte Verkaufspreis klingt auf jeden Fall alles andere als revolutionär: mit 200 Dollar wird es exakt auf Höhe des Kindle Fire liegen.

Abb.: Hersteller

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