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Neue Studie: bis 2014 lesen 32 Mio. US-Amerikaner per E-Reader

28 Jul 2009

Neue Studie_Bis 2014 lesen 30 Millionen US-Amerikaner per E-Reader Bild_Pixelio_goenz.gifMehr als ein Drittel der erwachsenen Lese-Bevölkerung in den USA könnte bis 2014 auf E-Reader umsteigen: das sagt eine aktuelle Studie von Crédit Suisse voraus. Die Zahl der elektronischen Lesegeräte könnte demnach von 1 Million im Jahr 2008 in den nächsten sechs Jahren bis auf 32 Millionen hochschnellen. Allein bis Ende 2009 sollen schon 4 Millionen E-Reader in den USA in Benutzung sein. Die Hälfte davon könnten Amazon Kindles sein…

Bald könnten Amazon mehr drei Millionen Kindles pro Jahr absetzen

Crédit Suisse erwartet nämlich, dass Amazon bis zum Jahresende etwa 1,8 Millionen Geräte auf dem nordamerikanischen Markt absetzen kann. Im darauffolgenden Jahr könnten es knapp unter 3 Millionen Kindles sein, und im Jahr 2014 bereits mehr als acht Millionen. Amazons Erlöse mit dem Kindle würden dann von jetzt 623 Millionen Dollar auf 813 Millionen in 2010 und bis zu 1,8 Milliarden in sechst Jahren steigen.

Amazons Niedrigpreis-Politik hinterlässt Spuren: E-Books machen nur einen Bruchteil der Einnahmen aus

Den geringsten Teil der Einnahmen machen dabei E-Books aus:
da Amazon pro Buch bisher etwa 1 Dollar 50 Verlust macht (die Verlage bekommen mehr als die 9,99 Dollar des Endpreises). Falls sich das ändert, könnten bis 2012 jährliche Gewinne von ca. 30 Millionen Dollar drin sein — wenig im Vergleich zum Gesamtgewinn.
Dämpfende Faktoren für Amazons Einnahmeentwicklung könnten vor allem durch zwei Konkurrenten entstehen: Apple und Google.

Nicht Apple, sondern Google könnte Amazons größter Konkurrent auf dem E-Book-Markt werden

Zu Apple sagt Credit Suisse: „Auch wenn das neue Apple Tablet die Zahl der Kindle-App-Downloads steigern könnte, schätzen wir die Gewinnspanne hier sehr gering ein. Das Apple Tablet wird insofern keinen positiven Effekt für Amazon haben.“ Google dagegen könnte richtig gefährlich für Amazon werden: „Wenn das Google Settlement gelingt (also die gerichtliche Einigung mit den Gegnern der Digitalisierungs-Kampagne), hat Google das Potential zu einem Content-Anbieter im großen Stil, der einen Großteil des weltweiten Bibliothektsbestandes für zahlreiche Lesegeräte verfügbar machen würde, inklusive Smartphones.“

(via twice.com)

Bild: Pixelio/Goenz