Home » E-Book-Handel

Neue PwC-Prognose: E-Books stabilisieren den Buchmarkt — Gesamtumsatz bleibt bis 2022 im Plus

15 Nov 2018

umsaetze-im-buchmarkt-dank-ebooks-stabilE-Books essen Print-Books auf, und mehr ist nicht? Die reine Kannibalisierungs-These scheint nun endgültig widerlegt zu sein: denn einer Prognose von PricewaterhouseCoopers (PwC) zufolge wird das starke Umsatzwachstum im elektronischen Bereich in den Jahren 2018 bis 2022 dafür sorgen, dass auch der Buchmarkt insgesamt leicht im Plus bleibt. Genauer gesagt: jährlich plus 0,4 Prozent Umsatzwachstum sagen die Wirtschaftsprüfer voraus, das Gesamtvolumen des Marktes steigt dabei von bisher 9,13 Mrd. Euro auf 9,34 Mrd. Euro.

Schrumpfender Print-Umsatz wird (über-)kompensiert

Mit Print alleine würde das nicht gelingen, denn der Markt für Gedrucktes schwächelt — PwC prognostiziert bis 2022 ein jährliches Schrumpftum von 1,5 Prozent. Der E-Book-Sektor dagegen wächst im Mittel um 12,8 Prozent. Deswegen erwarten die Experten, dass „die steigenden E-Book-Umsätze die voraussichtlich in allen Segmenten rückläufigen Printumsätze in Deutschland kompensieren werden.“

Die Zahlen sind im Rahmen des „German Entertainment and Media Outlook 2018 – 2022“ erhoben worden (siehe die PDF-Vollversion), und entsprechen dem allgemeinen Trend: insgesamt wuchs der Gesamtumsatz in der Medien- und Unterhaltungsbranche im Jahr 2017 um 2,1 Prozent auf 60,6 Mrd. Euro, ein Trend, der bereits seit drei Jahren anhält.

Ein Viertel der Umsätze im Unterhaltungssektor bereits digital

Das freut aber nicht alle: „Doch unter dieser scheinbar gleichmäßigen Oberfläche kommt es im Zuge der Digitalisierung zu erheblichen Verwerfungen“, schreiben die Studienmahcer — Newcomer (siehe Amazon & Co.) und klassische Vertreter der Branche würden um Marktanteile konkurrieren.

Dabei bestätigt sich aber die alte „The Sky is Rising“-Regel: „Rückgänge im analogen Bereich werden durch digitale Medien mehr als wettgemacht“. Bereits 2018, so PwC, könnten in Deutschland die Digitalerlöse ein Viertel des gesamten Umsatzes im Bereich Medien und Unterhaltung ausmachen.

(via boersenblatt.net)