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Neue DRM-Strategie: Versteckte Bitcoin-Belohnungen in E-Books machen Crowd zum Kopfgeldjäger

2 Feb 2017 0 Kommentare

taz-bitcoin-qrcodeIm E-Book-Code versteckte Bitcoins als Trophäe? Das ist mal eine abgefeimte Idee, wie man die webweite Jagd auf Raubkopien an die Crowd outsourcen kann. Und sie funktioniert sogar — siehe die neue „Social DRM Plattform“ namens „Custos for eBooks“. Grundsätzlich kann man deren Methode mit dem bereits bekannten „weichen“ Kopierschutz via Watermarking vergleichen. Nur enthält hier ein Teil der hinzugefügten Information eben für den potentiellen Finder eine Belohnung in Form eines Bitcoin-Zahlencodes.

Krypto-Silberlinge für einen Verrat

Um ein E-Book nach solchen versteckten Bitcoins zu durchsuchen, braucht man allerdings eine spezielle Extraktions-Software von „Custos for eBooks“. Die spuckt nicht nur die Bitcoin-Belohnung aus, sondern meldet dem betroffenen Verlag auch, wo das Buch aufgetaucht ist und welcher Kunde dieses Exemplar ursprünglich gekauft hat. Hier wird’s dann natürlich wiederum spooky. Die Bitcoins sind sozusagen die 30 Silberlinge für den verratenen Piraten.

„Zwietracht in Piraten-Community säen“

Genau auf diesen Effekt setzt man bei Custos auch: „Dank der Bitcoins als Belohnung kann jedermann zum Kopfgeldjäger werden. So können wir E-Book-Piraterie nicht nur schneller erkennen und tiefer in das Dark Web eindringen, wir säen auch Mißtrauen und Zwietracht in einer bis dato verschworenen Community, in dem wir die Piraten aufeinander hetzen“, so Custos-COO Fred Lutz.

Der Kunde ist der Dumme…

Wie hoch genau der kryptografische Judas-Lohn ist, wird aus strategischen Gründen natürlich nicht verraten — ohnehin bleibt es dem jeweiligen Verlag bzw. Online-Buchhändler überlassen, eine enstprechende Summe im Wasserzeichen einzubetten. Ebenso unklar bleibt, was mit dem armen Kunden hinterher geschieht, der vielleicht gar kein Pirat ist, sondern nur gehackt wurde.

(via teleread.org)

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