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Auditive Turn beim Smartphone: Vom Tipp und Wisch zum Sprachbefehl, vom E-Book zum Audio-Book?

18 Apr 2017 0 Kommentare

vom-touch-und-wisch-zum-sprachbefehlZehn Jahre war Touch-Screen das nächste große Ding, auch beim Lesen: Wisch und weg, wisch und weg, so geht umblättern jetzt. Nicht zu vergessen der Zweifinger-Zoom mit Daumen und Zeigefinger zum Vergrößern bzw. Verkleinern der Schrift. Je mehr wir uns daran gewöhnt haben, desto öfter taucht die Frage auf: und was bitteschön wird das nächste große Ding? Amazon, Microsoft oder Google machen es bereits vor: die Bedienung per Sprachbefehl. Wichtigstes Gerät im Zentrum dieser Bemühungen bleibt bis auf weiteres – trotz Smarthome-Lautsprechern wie Alexa – das Smartphone. Das zeigen aktuelle Bitkom-Zahlen: schon zwei Drittel der deutschen Nutzer steuern iPhone & Co. ausschließlich oder zum Teil auf Zuruf, ergab eine repräsentative Umfrage.

Es geht um Komfort, aber auch Effektivität

„Das Smartphone ist ein Wegbereiter für digitale Sprachassistenten, die mit jeder Anfrage dazulernen und immer besser werden“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Das habe auch mit der Effizienz zu tun: „Der Durchschnittsnutzer kann 150 Wörter pro Minute sprechen, aber nur 40 Wörter pro Minute tippen.“ Besonders beliebt – und natürlich nicht ganz neu – ist das Anrufen von Kontakten via Sprachbefehl. Jeder zweite der sprachaktiven Nutzer diktiert auf diese Weise allerdings auch schon Textnachrichten, jeder dritte erledigt Suchanfragen oder Web-Recherchen, jeder zehnte startet Smartphone-Apps per Sprachbefehl.

Auditive Turn weg vom E-Book?

Das wiederum kann dann natürlich auch eine E-Reading-App mit Vorlesefunktion sein oder ein Audio-Player, der ein Hörbuch abspielt. Diesen Komfort wissen offenbar nicht nur blutjunge Early Adopter zu schätzen, sondern auch ältere Semester: die 14- bis 29jährigen liegen zwar mit 70 Prozent bei der Sprachsteuerung ganz vorn, doch auch die 30- bis 64jährigen sind mit 60 bzw. 58 Prozent stark vertreten.

Auditive Turn weg vom E-Book?

Wird also das Lesen bei diesem erneuten medialen Turn endgültig abgelöst, und zwar ausgerechnet vom Hören? Ganz sicher auch diesmal nicht – siehe das Rieplsche Gesetz. Was man aber erwarten darf: die audiovisuelle Medienphalanx wird neu aufgestellt, speziell Audiobooks und sonstige Hörangebote dürften in Zukunft noch wichtiger werden – und je nach Situation deutlich leichter zum Medium der Wahl.

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