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„Mein Klick gehört mir“: Shopping-App lChoice unterstützt lokalen Buchhandel

31 Jul 2013

„Mein Klick gehört mir“ – unter diesem Motto testet das Münchner Startup mChoice ein neues Buy-Local-Konzept, das auf einer Smartphone-App basiert: wer mit der lChoice-App mobil Bücher shoppt, kann damit in Zukunft den Buchhändler seiner Wahl unterstützen. Anders als bei der bloßen Image-Kampagne „Vorsicht Buch“ wird hier also eine konkrete Handlungsalternative für Digital Natives angeboten. Laut mChoice kann man per Fingertipp auf den Bestellbutton „Mitverantwortung in der eigenen Stadt übernehmen“ – schließlich bleibt zumindest ein wichtiger Teil des Umsatzes in der Region. Ganz ohne Mittelsmänner geht’s aber auch in diesem Fall nicht: Kauft man ein Print-Buch via App, wird die Bestellung automatisch über den Barsortimenter Umbreit ausgeliefert, entweder direkt nach Hause, oder zum Abholen in die jeweilige Buchhandlung. Die streicht aber auf jeden Fall den gängigen Rabatt ein.

Einzelne Titel lassen sich nicht nur über eine Suchmaske finden – mit der Smartphone-Kamera kann man auch den Barcode auf einem Buchrücken einscannen (hehehe, etwa im Schaufenster von Weltbild oder Thalia). In der Pilotphase nehmen insgesamt sechs Buchhändler in Nürnberg und Münchnen teil – darunter auch solche, die bisher noch gar keinen eigenen Webshop betreiben. Ähnliche Verdienstmöglichkeiten bieten Barsortimenter wie Umbreit oder Libri schon seit einiger Zeit über den Vor-Ort-Verkauf von „gebrandeten“ WiFi-E-Readern. Der direkte Draht zum vom Barsortiment belieferten E-Store beschert den Buchhändlern ebenfalls eine ansehnliche Marge, und das nicht nur bei gedruckten Büchern, sondern auch bei E-Books.

Elektronische Schmöker werden über die App von mChoice bisher jedoch nicht angeboten – das aktuelle Konzept soll den Verkauf physischer Waren durch den lokalen Handel unterstützen. Versionen der lChoice App werden kostenlos via Google Play (Android) und Apples App Store angeboten. Was jetzt in Bayern mit Büchern getestet wird, würde natürlich auch bundesweit mit anderen Produkten funktionieren, und könnte durchaus zum Erfolgsmodell werden. Viele Branchen leiden sogar deutlich stärker als der Buchhandel durch die Konkurrenz im Web wie auf der grünen Wiese – Stichwort: Showrooming. Voraussetzung ist natürlich eine stabile Kunden-Community. Da wiederum dürften gerade viele Buchhändler im Vorteil sein.

(via boersenblatt.net)