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Mach‘ ein E-Book draus: Wikipedia ermöglicht jetzt epub-Export

19 Sep 2012

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia ist schon seit längerem auch in verschiedenen Offline-Versionen erhältlich – dafür sorgt der sogenannte „Buchgenerator“ mit verschiedenen Export-Optionen etwa in Richtung PDF-Dokument. Die Zusammenarbeit mit PediaPress ermöglicht es dem Nutzer sogar, eine individuelle Auswahl an Artikeln via Print-On-Demand auf Papier zu bringen. Eins fehlte bisher allerdings noch: eine spezielle Exportmöglichkeit, um Wikipedia-Artikel auch bequem auf dem E-Reader lesen zu können. Eine Lücke, die sich zum Glück in dieser Woche geschlossen hat. Denn der Wikipedia-Buchgenerator bietet jetzt neben PDF, OpenDocument und Kiwix endlich auch das epub-Format an. Das neue Feature steht sowohl für die deutsche wie für die englische Wikipedia zur Verfügung – mit wenigen Schritten kann man sich so ein Themen-Dossier zusammenstellen und herunterladen, das auch fern von WLAN-Hotspots und Mobilfunk-Masten zur Verfügung steht.

So funktioniert der „Buchgenerator“

Die Buchgenerator-Funktion findet man in der Wikipedia-Seitenleiste unter der Rubrik „Drucken/Exportieren“. Klickt man auf „Buch erstellen“, öffnet sich eine Spezialseite, auf der man dann noch einmal die grün unterlegte Schaltfläche „Buchfunktion starten“ anklicken muss. Nun ist der Buchgenerator „scharfgestellt“: Über jedem aufgerufenen Wikipedia-Artikel wird ab jetzt ein hellblau unterlegtes Widget angezeigt, mit dem sich die aktuelle Seite zum gewünschten Buch hinzufügen lässt. Ist genügend Material beisammen, führt das Widget via „Buch zeigen“ direkt zum Export-Menü. Hier kann man dem Wikipedia-Dossier noch einen Titel hinzufügen und die Reihenfolge der einzelnen Artikel im Buch per Drag-and-Drop verändern. Der eigentliche Export findet über „Buch herunterladen“ statt, sobald man das entsprechende Format ausgewählt hat. Die Erstellung dauert je nach Umfang einige Sekunden, schließlich wird ein Download-Link angezeigt.

Bequeme Offline-Lektüre via epub

Die fertige epub-Datei enthält nicht nur sauber formatierten Text, sondern auch ordentlich eingebettete Artikel-Fotos. Hyperlinks bleiben aktiv, so dass man Verweisen folgen kann, sofern das Lesegerät während der Lektüre online ist und eine Browser-Funktion besitzt. Gerade bei längeren Wikipedia-Artikeln lohnt sich der epub-Export auf jeden Fall, die Lektüre via E-Lese-App oder E-Reader ist deutlich angenehmer als beim raschen Überfliegen am Desktop oder Laptop, was natürlich auch an der geringeren Zeilenbreite etwa auf einem 6-Zoll-Display liegt. Netterweise werden am Ende des Wikipedia-E-Books nicht nur die Lizenzbedingungen der Dokumente angezeigt, sondern auch eine Liste der Artikel-Quellen und vor allen Dingen die Namen der jeweiligen BeiträgerInnen (bzw. deren Wikipedia-Benutzernamen).

Abb: Screenshot Wikipedia