Low-Cost-Premiere auf IFA 2012: Pocketbook stellt Basic-Reader & Surfpad-Tablet vor

Wer im E-Lese-Business punkten möchte, muss eine möglichst breite Geräte-Palette vorweisen. Bei Pocketbook war das schon bisher kein Problem. Neben E-Readern im 6- und 9-Zoll-Format bot das ukrainische Unternehmen auch verschiedene Android-Tablets an. Auf der IFA 2012 präsentiert Pocketbook nun zwei besonders Low-Cost-Gadgets: mit dem „Basic“-Reader eine überarbeitete Variante des bisherigen „Tastenreaders“ Pocketbook 611, mit dem SurfPad ein 7-Zoll-Tablet auf Android 4.0-Basis. Beide Geräte sind preislich auf die kommende Weihnachtssaison abgestimmt – mit jeweils knapp 90 Euro liegen sie spürbar unterhalb der Basisversion von Amazons Kindle, und gleichauf mit Trekstors ebenfalls auf der IFA vorgestelltem Pyrus Wifi. Einziges echtes Manko beim Pocketbook Basic: drahtloses Shoppen fällt mangels WLAN-Karte weg.

Kein Touch-Screen, kein WiFi, kein Pearl E-Ink

E-Ink unter 100 Euro gab es bisher nur selten. Doch in diesem Herbst scheint sich eine neue Low-Cost-Klasse zu etablieren – auf drei Dinge muss man dabei allerdings verzichten: Touch-Screen, kontraststarkers Pearl-E-Ink und im Fall des Basic-Readers von Pocketbook leider auch auf WLAN. Doch immerhin bekommt man mit 800×600 Pixeln E-Ink Vizplex bei 16 Graustufen ein Display, das sich durchaus zur augenschonenden, unterbrechungsfreien Lektüre eignet. Auch 2 Gigabyte Speicher können sich sehen lassen. Lesen lassen sich nicht nur epubs oder mobi-Dateien – dank Reflow-Funktion kommt der Basic-Reader auch hervorragend mit PDF-Dokumenten klar. Zu den Pocketbook-üblichen Zugaben gehören ansonsten nicht nur Wörterbücher, Kalender- und Taschenrechner-Funktion, sondern auch zahlreiche vorinstallierte E-Book-Klassiker.

SurfPad: Low-Cost trifft Low-Weight

Low-Cost-Tablets wie das SurfTab machen die Kaufentscheidung allerdings schwer – denn das Multifunktions-Gerät mit 7-Zoll großem kapazitivem Touch-Screen wird ab Oktober ebenfalls für knapp 90 Euro zu haben sein. Der Gigahertz-Prozessor, 512 Megabyte RAM und 4 Gigabyte Flash-Speicher mit Android 4.0 („Ice Cream Sandwich“) sollte für Anwendungen wie Web-Surfen, Videos oder Games ausreichen. Die vorinstallierte Office Suite Pro erlaubt aber auch das Bearbeiten von Word-Dokumenten, während die Cool-Reader-App das SurfPad zugleich zum E-Reader macht. Mit nur 285 Gramm ist das SurfPad übrigens auch deutlich leichter als man es bisher von Low-Cost-Tablets gewohnt war. Letzlich steht und fällt der Nutzwert natürlich auch in diesem Fall mit der Akkuleistung – die soll laut Pocketbook für 7 Stunden Mischnutzung und für 6,5 Stunden Video reichen.

Abb.: Pocketbook

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".