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Buchhandlung als E-Book-Zapfstelle: Libreka startet neues “Transfer-Tool”

24 Nov 2009 Ansgar Warner 2 Kommentare

ebook transfertool libreka bestseller.jpgLibreka macht Buchhandlungen jetzt zur E-Book-Zapfstelle: Kunden können vor Ort ein elektronisches Buch kaufen und die Daten auf einen USB-Stick oder eine SD-Karte laden. Möglich wird dies durch das “E-Book-Transfer-Tool”, einen speziellen Card-Reader. Der E-Store des deutschen Buchhandels will damit die Buchhandlungen stärker in das wachsende Geschäft mit E-Books einbinden. Doch auch wer online shoppt, kann die Buchhandlung vor Ort unterstützen.

Das virtuelle Buch kommt direkt aus dem “E-Book-Transfertool”

e-book-transfertool.pngDer E-Book-Einkauf in der Buchhandlung erinnert ein bisschen an die traditionelle “Brötchenbeutel”-Methode: der Kunde bringt das Transportmittel selbst mit, entweder eine SD-Speicherkarte oder einen USB-Stick. Dreh- und Angelpunkt ist das “E-Book-Transfertool”. Libreka-Betreiber MVB verkauft das Gerät über den hauseigenen Shop livendo.de. Um die Hardware in Betrieb zu nehmen, müssen die Buchhändler zunächst eine Software installieren, mit der die Recherche im E-Katalog von Libreka möglich wird. Kauft man ein E-Book mit “weichem” Kopierschutz, wird die E-Book-Datei ganz einfach auf das vom Kunden mitgebrachte Speichermedium geschrieben. Geht es um ein DRM-geschütztes E-Book, kommt Adobe Digital Editions ins Spiel. Der Kunde muss das E-Book an seinem Rechner mit seinen Adobe-Zugangsdaten online registrieren. Normalerweise kann das DRM-geschützte Buch dann auf bis zu 6 verschiedenen Geräten gelesen werden, sofern diese bei Adobe registriert wurden. Haben die Kunden noch kein ADE genutzt, bekommen sie zusätzlich zu den E-Book-Dateien noch ein Installationsprogramm mitgeliefert.

Auch wer online bei Libreka shoppt, kann den Buchhändler vor Ort unterstützen

Wer seine lokale Buchhandlung unterstützen will, muss aber nicht unbedingt alle E-Books vor Ort kaufen. Viele Sortimenter sind nämlich bereits im sogenannten Libreka-Partnerprogramm aktiv: wer online bei Libreka shoppt, kann dann die gewünschte Buchhandlung in einer Händlerliste auswählen. Libreka tritt nur als Vermittler auf, der eigentliche Kaufvertrag wird mit der Buchhandlung abgeschlossen. Es lohnt sich aber auch, auf der Internetseite des Buchhändlers vorbeizuschauen – vielleicht hat er ja in seinem Online-Shop bereits via “libreka-linkup” den E-Book-Bestand von Libreka integriert. Ob das E-Book-Transfer-Tool selbst in der Praxis wirklich angenommen wird, bleibt abzuwarten. Geht man in Zukunft erst ans Regal, blättert in der Printversion, und zapft dann das E-Book aus der offiziellen Zapfsäule? Die technische Machbarkeit dürfte dagegen das geringste Problem darstellen. Das Zubehör gibt es inklusive Speicherkarte für weniger als 100 Euro.

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