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Chat-Style-App als Cash Cow? Mit Tap testet Wattpad neues Storytelling-Abo

23 Feb 2017

tap-app-wattpad-chat-styleUnd wenn sie nicht chatten, dann lesen sie … U-Literatur im Chat-Style. Immer mehr Anbieter holt die Generation Smartphone lesetechnisch dort ab, wo sie sich mental nun mal bewegt. Amazon macht’s so („Rapids“), Carlsen macht’s ebenfalls („Mission X“), Hooked sogar schon lange, und jetzt auch … Wattpad. Mit „Tap“ hat die Storytelling-Plattform eine eigene Chat-Style E-Lese-App gestartet. Mission Statement: Geschichten, die süchtig machen…

Chat-Style passt zur Generation Smartphone

Was natürlich perfekt passt – denn was ist Wattpad anderes als die Storytelling-Plattform für die Smartphone-Generation? Das Portal versammelt sehr erfolgreich eine ständig wachsende Community aus mobil lesenden und schreibenden Digital Natives. Die dürfen bei „Tap“ jetzt auf das Display tippen, damit der nächste Teil der Kurzgeschichte als Chat-Sprechblase aufpoppt. Zum Launch sind bereits hunderte solcher Stories in Kategorien wie Horror, Romance etc. verfügbar.

Bisher noch Beta-Phase

Das ganze ist ein weiteres Wattpad-typisches Experiment und noch ziemlich beta, gerade auch was das Schreiben angeht — bisher ist nur eine ausgewählte Schar von Wattpad-Autoren an der Produktion des Chat-Story-Nachschubs beteiligt. Der allgemeine Roll-Out soll aber in den nächsten Wochen erfolgen. Bisher gibt’s die App auch nur via Invite, später wird man sie dann ganz normal via Apple App Store bzw. Google Play Store herunterladen können.

Tap testet „Freemium“-Konzept

Die Geschichten liest man übrigens nicht mehr grundsätzlich gratis, wie bisher auf Wattpad üblich — Tap ist „Freemium“. Wer mehr als nur die Appetizer durchtippen will, muss ein Abo abschließen. Das gibt’s von 2,99 $ (eine Woche) bis 39 $ (ein Jahr). Ein Wendepunkt in der Wattpad-Kultur. Aber irgendwie auch wieder logisch: Denn nicht nur Geschichten im Chat-Style, auch Digital-Abos sind ja für die Generation Smartphone eine Sache der Gewohnheit…

(via The Digital Reader & TechCrunch)