Königsweg zur PR: Pressking übernimmt die Pressearbeit für das Web 2.0

Ob für Blogger, Freelance-Autoren oder Startup-Unternehmer: digitale Pressemitteilungen sind nach wie wichtig, um ein gutes Medienecho zu erreichen & Stoff für Berichte und Reportagen zu liefern. Doch wie erreicht man den richtigen Adressaten -- und woran lässt sich der Erfolg elektronischer PR messen? Eine All-in-One-Lösung bietet der neu gestartete Service „Pressking“ -- inklusive Medienbeobachtung & Domain-Tracking. E-Book-News hat das Angebot getestet und sprach mit Jakob von Pechmann (Pressking Deutschland).

Online-Alternative zur PR-Agentur

Ob man ein neues E-Book ankündigen möchte, eine neue Website launcht oder ein lokales Event bewirbt -- gerade für Selbständige lohnt es sich, PR via Pressemitteilung zu machen. Natürlich werden Pressemitteilungen nicht mehr im Briefumschlag verschickt oder durch Fax-Geräte gejagt. E-Mail-Versand, aber auch Presseportale im Internet haben PR auf Papier abgelöst. Doch ob man die inhaltliche „Message“ rüber bringt, hat auch viel damit zu tun, wo die Informationen überhaupt ankommen. Meist gibt es nur zwei Alternativen: entweder einen eigenen Adressenverteiler aufbauen und pflegen, oder eine PR-Agentur beauftragen. Gleiches gilt für die Auswertung der Resonanz. Ohne einen „Schnippseldienst“ oder aufwändige Google-Recherchen ist sie schlecht zu messen. „Oft zahlt man für solche Dienstleistungen viel Geld, hat aber keine Garantie, dass man die Leute wirklich erreicht. Wir haben uns gesagt: das muss doch auch anders möglich sein. Lasst uns etwas entwickeln, was günstig ist und gut funktioniert“, so Jakob von Pechmann (Pressking Deutschland). Pressking verspricht eine leicht zu bedienende Online-Alternative: mehr als 30.000 Pressekontakte in Deutschland sowie den direkten Draht zu hunderten Bloggern, Trendbeobachtung über ausgewählte Keywords, Social-Media-Monitoring durch Facebook- & Twitter-Integration und nicht zuletzt auch die Performance-Analyse der eigenen Website.

Die Pressemitteilung muss man selbst schreiben

Am Anfang steht natürlich die Pressemitteilung -- die muss man bei Pressking selbst schreiben. Allerdings bekommt man ein paar Tipps mit auf den Weg, was man bei dieser sehr speziellen Textgattung beachten sollte. „Unser Anspruch ist, das Verfahren so einfach und simpel zu machen, das jedermann eine Pressemitteilung schreiben und bei Pressking einstellen kann. Die wird dann von uns überprüft, ob sie unseren Ansprüchen genügt. Und wenn die Moderation abgeschlossen ist, wird sie verschickt“, so Jakob von Pechmann. Durch die Qualitätskontrolle wird verhindert, dass die Adressaten einer Aussendung mit Spam oder plumper Werbung genervt werden. Dem Nutzer wird empfohlen, verschiedene Kategorien aus dem Presseverteiler auszuwählen, etwa Bereiche wie „Internet & Mobile Medien“, „Immobilien&Architektur“ oder „Fashion, Beauty&Luxus“. Die Blogger werden sogar handverlesen -- man kann einzelne auswählen. Für jeden Blogger muss dann allerdings auch eine personalisierte Nachricht verfasst werden.

„Press Room“ auf dem Facebook-Profil

In vielen Fällen wird man bereits eine eigene Liste mit Pressekontakten besitzen. Diese lässt sich bei Pressking zusätzlich importieren. Auf Wunsch wird die Pressemitteilung auch auf der eigenen Facebookseite bzw. der Fanpage des Unternehmens veröffentlicht. Pressking bietet dafür eine Press-Room-App an, die auf dem Facebook-Profil automatisch einen eigenen Pressebereich anlegt. Das „Vertwittern“ funktioniert natürlich ebenso. Die Original-Pressemitteilung wird inklusive Bildern oder Videos auf der Pressking-Seite veröffentlicht – dort hat jeder Nutzer seinen eigenen „Press Room“. Per E-Mail wird an die ausgewählten Adressaten die Überschrift, ein Anreißertext und ein direkter Link auf den vollständigen Text verschickt. So kann Pressking die Reaktionen auf eine Pressemitteilung messen: „Der Kunde bekommt eine Auswertung, an wen ist das gegangen, wer hat die Nachricht geöffnet, wer hat darauf reagiert. Dann hat man noch mal die Möglichkeit zu einem Follow-Up, zum Nachgreifen“, so Jakob von Pechmann.

Kampagne live via Media-Monitoring verfolgen

Richtig spannend wird es allerdings erst mit dem Media-Monitoring. Das offene Web ebenso wie soziale Netzwerke und Twitter werden nach ausgewählten Keywords durchforstet, die für die eigene PR-Kampagne wichtig sind. Ergebnisse/Treffer lassen sich zeitlich geordnet in einem Trend-Report ablesen. Auch die Traffic-Statistiken der zur Kampagne gehörenden Facebook-Pages bzw. Twitter-Profile können innerhalb des Pressking-Accounts ausgewertet werden. Dazu kommt das Domain-Tracking, also ein genauer Bericht zu den Klickzahlen der eigenen Website – denn das jeweilige Google-Analytics-Konto lässt sich direkt einbinden. Der einzige blinde Fleck von Pressking betrifft momentan noch all das, was auf Papier gedruckt wird. Doch auch da könnte es bald eine Lösung geben, hofft Jakob von Pechmann: „Wir arbeiten daran, in Kooperation mit einem anderen Dienstleister auch die Printmedien mit dem Media Monitoring zu erfassen, so dass man einen Pressespiegel für Online- und Offline-Medien haben wird.“ Um Pressking zu testen, kann man nach der Anmeldung eine Pressemitteilung kostenlos verschicken. Auch die Monitoring-Funktionen lassen sich live ausprobieren – allerdings nur mit einem einzigen Keyword. Wer mehr möchte, muss sich mindestens vom „Joker“ zum „Prince“ upgraden.

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".

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