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Kobos E-Book-Umsätze wachsen, und schrumpfen zugleich, beides dank Tolino?

25 Apr 2018

tolino-schwimmt-sich-freiWie erzeugt man zweistelliges Wachstum beim E-Book-Umsatz? Ganz einfach: durch Zukauf von weiteren Buchhandels-Plattformen. Letzlich also durch die Einverleibung von „fremden“ Umsätzen. Alles andere ist schwer in einem von Amazon dominierten Markt, von dessen Dynamik außerhalb des Kindle-Universums offenbar kaum noch jemand profitieren kann. Ein gutes Beispiel für die magische Umsatz-Steigerung ist Rakuten-Kobo, wie The Digital Reader berichtet: im vierten Quartal 2017 gab es zum Vergleich zum Vorjahresquartal ein Umsatzplus von 60 Prozent.

Kobo rechnet Tolino-Umsätze mit ein…

Was wohl zweifellos damit zu tun hat, dass Kobo seit Anfang 2017 die technische Plattform für die Tolino-Allianz betreibt — und mit den an die Partner weitergereichten Erlösen zunächst mal die eigene Bilanz aufhübschen kann. So weit, so gut. Nate Hoffelder von The Digital Reader weist aber auf eine weitere Auffälligkeit hin, die sich in den von Rakuten vorgelegten Zahlen verbirgt: die Umsätze von Quartal 2, 3 und 4 im Jahr 2017 weisen trotzdem eine leichte Tendenz nach unten auf.

… doch warum schrumpfen die Gesamtumsätze?

Entweder schrumpfen also die Umsätze von Kobo, oder die der Tolino-Plattform — oder sogar beide? So oder so wäre das kein gutes Zeichen, denn außer Rakuten-Kobo-Tolino, Apple oder Barnes&Noble gibt es niemanden mehr, der Amazon auf breiter Front die Stirn bieten kann.