Kobo startet Herbstoffensive: KoboMini, KoboGlo!, KoboArc – ab Oktober im Handel


Kobo geht mit einer neuen Modell-Palette in die Herbstsaison – und das bei perfektem Timing. Nur einen Tag vor Amazons großer Premieren-Show in Los Angeles ging die Konkurrenz aus Kanada an die Öffentlichkeit: neben zwei neuen E-Reader-Modellen namens KoboMini und KoboGlo wird es demnächst mit dem Kobo Arc auch ein neues Android-Tablet geben. Neben den bewährten E-Ink-Reader KoboTouch treten nun zwei Spezialisten: mit dem KoboMini ein günstiger Basic-Reader mit 5-Zoll-Display, der für 80 Euro in den Handel kommt. Mit dem KoboGlo! ein 6-Zoller mit GlowLight-Funktion und XGA-Auflösung zum Preis von 130 Euro. Das klassische Kobo Vox-Tablet (war in Deutschland nicht erhältlich) wird abgelöst durch ein 7-Zoll-Gadget mit HD-Auflösung (1200×800 Pixel), dessen Basisversion (8 Gigabyte Speicher) 200 Euro kosten soll. Hintergrund der überraschend breiten Herbstoffensive ist offenbar die enge Zusammenarbeit von Kobo und Rakuten: Ende 2011 hatte der japanische E-Commerce-Gigant nämlich Kobo aufgekauft.

Kobo Glo! bringt E-Ink zum Leuchten

Schon vor ein paar Monaten war Barnes&Noble mit einer GlowLight-Version des Nook-Readers vorgeprescht, und auch Amazon werkelt an einem beleuchteten E-Ink-Display. Kobos neuer High-End-Reader bringt aber nicht nur das Touch-Screen zum Leuchten, sondern bietet auch XGA-Auflösung. Mit 185 Gramm ist der KoboGlo aber trotzdem eines der leichtesten Geräte auf dem Markt. Ähnlich wie beim WiFi-Kindle sind alle geshoppten E-Books jederzeit über die Cloud-Bibliothek abrufbar, ebenfalls über das drahtlose Netz funktionieren die integrierten Social-Reading-Features. Bei ausgeschaltetem WiFi hält der Akku nach Angaben des Herstellers einen Monat lang, nutzt man kontinuierlich die GlowLight-Funktion, muss der Reader spätestens nach zwei Tagen an die Steckdose.

Kobo Mini: Minimalismus, aber mit Stil

Wer den 6-Zoller Kobo Touch mochte, wird den Kobo Mini lieben: mit nur 134 Gramm Gewicht passt der 5-Zoller in jede Tasche. Technisch muss man auf nichts verzichten, weder auf Touch-Screen noch auf WiFi. Mit an Bord sind alle Kobo-üblichen Features, vom Cloud-Speicher bis zum Social-Reading. Mit 79 Euro ist das Gerät zudem 20 Euro günstiger als die 6-Zoll-Variante. Ein paar Abstriche machen muss man jedoch bei der Lesedauer – der kleinere Akku hält bei ausgeschaltetem WLAN nur zwei Wochen durch. Besonders nett: es gibt austauschbare Rückseiten-Abdeckungen in drei Farben.

Kobo Arc: Lese-Tablet für Anspruchsvolle

Bei vielen Android-Tablets im 7-Zoll-Format musste man bisher deutliche Kompromisse bei der Display-Schärfe und dem Betrachtungswinkel eingehen. Nicht so bei Kobos neuem Arc-Tablet. Der Bildschirm mit IPS-LCD und einer Auflösung von 1200 mal 800 Pixeln ist vergleichbar mit dem iPad2. Ein Zweikern-Prozessor mit 1,5 Gigahertz
sorgt zusammen mit 1 Gigabyte RAM für gute Performance von Android 4.0 („Icecream Sandwich“). Bei ausgeschaltetem WiFi soll der Akku zudem zehn Stunden durchhalten, nicht nur bei E-Book-Lektüre, sondern auch bei Video-Konsum. Facebook, Twitter und Skype sind bereits vorinstalliert, ebenso die wichtigsten Google Apps. Für weitere Anwendungen sorgt der direkte Draht zum Google Play Store. Die Basisversion des Kobo Arc (8 Gigabyte) kommt für 200 Euro in den Handel, die High-End-Version (16 Gigabyte) soll 250 Euro kosten.

Abb.: Kobo

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".

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