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Kobo kommt nach Deutschland: neue Apps, neuer Store, Touch Reader

13 Jul 2011 Ansgar Warner 6 Kommentare

Erst kommen Apps und E-Books, dann der Reader: kobobooks.de geht heute online. Mit mehr als 80.000 deutschsprachigen Titeln ist der Store des gleichnamigen kanadischen Anbieters gut gefüllt. Im App Store wartet zudem die deutsche Version der Kobo-App, inklusive Social-Reading-Funktionen („Reading Life“). In Kürze soll auch eine sprachlich angepasste Version des neuen Kobo-Readers erhältlich sein. Technisch ist Kobos aktuelles Lesegerät sogar dem Kindle überlegen, denn es kombiniert kontraststarkes Pearl-E-Ink mit Infrarot-Touch-Technologie.

E-Book-Markt neu buchstabiert

Klingt japanisch, kommt aber aus Kanada: Kobo ist ein Anagramm für „Book“. Und hat ab jetzt auch etwas mit dem deutschen E-Book-Markt zu tun. Knapp zwei Monate nach dem Start des Kindle-Stores auf Amazon.de betritt damit nun auch die Nummer drei im amerikanischen E-Book-Business die Arena. Fehlt eigentlich nur noch Barnes&Noble. In den USA wird Kobos hochwertige Reader Touch Edition für 130 Dollar verkauft, liegt also gleichauf mit Amazons Kindle. Analog zu dieser Strategie wäre in Deutschland ein Preis von 139 Euro zu erwarten. Es dürfte also spannend werden auf dem deutschen E-Book-Markt – vor allem, weil Kobo nicht allein einen technischen Trumpf in der Hand hält.

Schöne E-Reader & soziales Lesen

Schon von Anfang an setzten die Kanadier nämlich auf besonders ansprechendes Gerätedesign und ausgesprochen schön gestaltete grafische Benutzeroberflächen. Dazu kam dann 2010 mit „Reading Life“ ein cleveres Konzept zum Sozialen Lesen, das bereits auf der individuellen Nutzer-Ebene ansetzt. Das persönliche Leseverhalten wird aufwändig visualisiert, als Incentives werden für verschiedene Leseleistungen „Awards“ verliehen. Über die sozialen Netzwerke kann man die eigenen Leserfahrungen dann aber auch mit der Community teilen. Gerade im Leseland Deutschland, das via Buchpreisbindung den Wettbewerb stark einschränkt, besitzen solche Alleinstellungsmerkmale besondere Bedeutung.

Erst Deutschland, dann der Rest

Nicht vergessen darf man natürlich auch, dass Kobo den Branchenstandard epub unterstützt. Wer auf den Kobo-Reader umsteigt, hat also keine Format-Probleme. Neben aktuellen E-Book-Titeln findet man im Kobo-Store ähnlich wie bei Amazon eine ganze Menge kostenloser Klassiker. Wie beim Kindle umfasst das „Ökosystem“ des kanadischen Anbieters via Apps zudem bereits zahlreiche mobile Geräte von iPad & iPhone über die Android-Welt bis zum PlayBook von BlackBerry (für letzteres ist die deutsche App zumindest angekündigt). Für Kobo ist der Deutschland-Start nur der Auftakt für den Aufbau einer breiten europäischen Präsenz: lokalisierte Angebote von E-Stores, Apps und Readern sind auch in Spanien, Frankreich, Italien und den Niederlanden geplant.

6 Kommentare »

  • Daniel Lenz schrieb:

    ” Fehlt eigentlich nur noch Barnes&Noble.” Und Google?

  • Ansgar Warner (author) schrieb:

    Ja, meinetwegen: und Google ;-) Obwohl mir Google überhaupt nicht fehlt. Und zu den großen drei E-Buchhändlern würde ich die auch (noch) nicht zählen. Von B&N erwarte ich mir da deutlich mehr, schon alleine durch den Nook-Faktor.

  • Alexander Felke schrieb:

    Google ist seit dieser Woche mit dem iRiver HD am Markt vertreten.

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  • Kobo kommt nach Deutschland « BXMON schrieb:

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