Home » E-Book-Reader

Kindle kann jetzt mehr: Amazon spendiert längere Akkulaufzeit & bessere PDF-Darstellung

27 Nov 2009

Kindle-länger-Akkulaufzeit-.gifRechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft gönnt Amazon dem Kindle eine Frischzellen-Kur: ein verbessertes Power-Management sorgt für 85 Prozent längere Laufzeiten. Bisher ging dem Lesegerät nach vier Tagen der Saft aus – nun kann der nächste Ladezyklus auch im aktiven WiFi-Modus eine Woche warten. PDF-Dokumente kann der Reader mit dem Firmware-Update nun auch endlich darstellen.

Besonders benutzerfreunlich war der Kindle 2 bisher nicht…


In punkto Benutzerfreundlichkeit bekam der Kindle oft sehr gute Noten – zuletzt etwa im Test des Computermagazins c’t. Bemängelt wurde aus deutscher Sicht lediglich der fehlende Lesestoff – denn deutschsprachige E-Books gibt’s leider noch nicht. Doch bei näherem Hinsehen war es mit der Benutzerfreundlichkeit auch nicht so weit her: nicht nur, dass der Kindle immer noch nicht mit epub-Dateien klarkommt, obwohl sie längst zum allgemeinen Standard geworden sind. Denn abgesehen vom hauseigenen Format .azw liest Amazons E-Reader nur .txt und Mobipocket-Dateien. Wollte man bisher eine PDF-Datei oder ein html-Dokument auf’s Display des 6-Zoll-Readers bringen, blieb nur eine E-Mail an Amazons Konvertierungs-Dienst. Für einen Dollar pro angefangenem Megabyte wurde die konvertierte Fassung dann direkt auf den Kindle geschickt. Wer sich das Geld sparen wollte, konnte sich die Datei aber auch per E-Mail zurückschicken lassen und dann vom PC via USB auf das Lesegerät übertragen. Das ist jetzt alles etwas einfacher geworden – eine Zoomfunktion oder Text-Reflow für PDFs gibt es allerdings nicht.

Ist der aufgepeppte Kindle jetzt ein „Traum für Gadget-Sammler“?


Benutzerfreundlich ist aber immerhin das Firmware-Update – via UMTS kommt es automatisch auf das Gerät. Wahlweise kann die Firmware aber auch auf den PC geladen und dann via USB aufgespielt werden. Laut heise online dauert der Prozess etwa fünf Minuten. Besonders intensiv hat Amazon nach eigenen Angaben am Power Management gearbeitet – „Power management für die Akkus von mobilen Wireless-Geräten ist ein komlexes technisches Gebiet. Die verlängerte Laufzeit ist das Ergebnis von Testläufen und Programmierarbeit, die sich über sechs Monate erstreckten“. Die Laufzeit soll sich um bis zu 85 Prozent verlängert haben – zumindest im aktiven WiFi-Modus. Ist das Gerät offline, kann mit einer Akkuladung wie bisher zwei Wochen lang gelesen werden. Im Vergleich mit anderen E-Readern ist das gutes Mittelfeld. SPOL erkor den verbesserten Kindle trotzdem spontan zum „Traum für Gadget-Sammler“ – musste jedoch zugleich eingestehen: für die Early Adpoters gibt es keinen Grund zum Jubeln, denn ein Firmware-Update für den „Kindle 1“ wird’s wohl nicht geben.