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Kindle Color ante portas? Amazon soll Farbdisplay-Entwickler Liquavista übernehmen

24 Jan 2013 Ansgar Warner 3 Kommentare

Farbige E-Ink-Displays lassen immer noch auf sich warten – woran hohe Produktionskosten und mangelnde Farbqualität nicht ganz unschuldig sind. Nicht umsonst konzentrieren sich Hersteller solcher High-End-Gadgets wie etwa Pocketbook vorerst noch auf den Bildungssektor. Am Massenmarkt orientierte Player wie Amazon setzen dagegen im Reader-Sektor bisher auf monochromes E-Ink, wenn auch in HD-Qualität und mit verbessetem Kontrast dank Glowlight-Funktion. Nun scheint Jeff Bezos jedoch offenbar eine Alternative zu farbigem E-Ink gefunden zu haben: die stromsparende Electrowetting-Technologie von Liquavista. Sie bietet brilliante Farben wie bei LCD, einen schnellen Screen-Refresh, der Bewegtbilder ermöglicht, funktioniert aber wie E-Ink prinzipiell ohne Hintergrundbeleuchtung, was eine Menge Strom spart. Nutzen lässt sich Electrowetting natürlich auch für Smartphones und Tablets.

Wohl zu diesem Zweck war der Display-Hersteller Liquavista erst im Jahr 2011 von Samsung aufgekauft worden. Brancheninsider Nate Hoffelder von The Digital Reader zufolge bereitet nun Amazon die Übernahme von Liquavista vor – Indizien dafür seien nicht nur Stellenausschreibungen des „geheimen“ Entwicklungslabors 126, bei denen es u.a. um Display-Spezialisten geht. Zugleich hat Amazon offenbar gerade eine Scheinfirma mit der Bezeichnung „Amazon Development Center (Netherlands) B.V.“ gegründet – in den Niederlanden hat Liquavista seinen Stammsitz. Soll damit der Einkauf so lange wie möglich geheim gehalten werden? Hoffelders These lautet jedenfalls: „Amazon is buying Liquavista. Or at the very least they are buying part of the company (making a major investment) and plan to use Liquavista’s screen in the next Kindle.“ Die Serienproduktion der alternativen Farb-Displays soll Liquavista zufolge auf jeden Fall noch in diesem Jahr beginnen – vielleicht gibt’s das Kindle color ja schon zur Weihnachtssaison.

Abb.: Screenshot

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