Kindle Cloudreader läuft jetzt auch im Firefox-Browser

Kindle-Books kann man jetzt auch im Firefox-Browser nutzen – Amazons Cloudreader-App ist ab sofort nämlich für die Open-Source-Alternative aus dem Hause Mozilla verfügbar. Einmal installiert, steht im Browserfenster die gesamte Kindle-Bibliothek des Nutzers zur Verfügung. Größter Vorteil des Cloudreaders: die Lektüre kann auch offline stattfinden, auf Wunsch werden einzelne Titel komplett heruntergeladen. Bisherige Versionen der auf HTML 5 basierenden Cloudreader App unterstützen bereits Safari sowie Google Chrome. Im deutschsprachigen Web kommen beide Browser jedoch nur auf einen Marktanteil von knapp 13 Prozent, während Firefox bei 50 Prozent liegt. Da die Kindle App ohne Adobe Flash funktioniert, kann man die Safari-Version auch auf dem iPad nutzen.

Angepasste Version des Kindle-Stores

Im Unterschied zur bisherigen Kindle-App integriert der Cloudreader die Kindle-Bibliothek und eine angepasste Version des Kindle-Stores auf einer Oberfläche – dem Browser eben. Auch die Firefox-Version der App verlinkt allerdings nur auf den US-Store, deutsche Leser müssen sich weiterklicken. Die Leseansicht des Cloudreaders lässt sich den eigenen Bedürfnissen anpassen, es gibt fünf Fontgrößen und fünf Randbreiten. Außerdem können Lesezeichen gesetzt werden. Die Schriftgröße kann man im Browser natürlich auch über den normalen Zoom der gesamten Webseite bestimmen. Das gerade gelesene Buch wird automatisch heruntergeladen, steht also auch zur Offline-Lektüre zur Verfügung. Weitere Titel kann man per Rechtsklick über den Befehl „Download & Pin Book“ auf das lokale Gerät holen. Synchronsieren kann man den Cloudreader mit Kindle-Reader und weiteren Apps übrigens auch – so stehen nicht nur alle Bookmarks, Markierungen und Anmerkungen zur Verfügung, man landet auch automatisch auf der zuletzt gelesenen Seite.

Kindle Cloudreader läuft ab Firefox 6

Vor der Installation loggt man sich zunächst in das Amazon-Kundenaccount einl, um den Cloudreader dann zu installieren und die Offline-Version via Browser-Cache nutzen zu können, muss man jeweils im Browser-Dialogfenster die entsprechende Erlaubnis gewähren. Deinstallieren kann man den Cloudreader, wenn man in der Bibliotheksansicht das „Zahnrad“ anklickt und im sich dann öffnenden Einstellungsmenü die Option „Sign Out“ wählt. Die Firefox-Version des Kindle Cloudreaders läuft ab Firefox Version 6, für die man wiederum mindestens Windows 2000/XP bzw. Mac OS X 10.5 („Leopard“) braucht. Die Cloudreader-App für Safari ist auf Apple-Rechnern etwas anspruchsvoller – sie läuft erst ab Safari 5.1, was wiederum Mac OS X 10.6 („Snow Leopard“) voraussetzt. Die aktuelle Google Chrome-Version dagegen lässt sich auch auf älteren (Intel-)Macs installieren. Für den Safari-Browser des iPads ist die Kindle Cloudreader-App in punkto Touch-Screen-Funktionalität und Display-Größe speziell angepasst worden.

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".

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