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Kindle App spricht deutsch – und hat den Duden eingebaut

5 Mai 2011

Mit dem Start des deutschen Kindle-Stores gibt’s endlich auch deutschprachige E-Books für Amazons Reader. Die Menüsprache auf dem Kindle-Reader selbst bleibt aber bis auf weiteres Englisch. Einen Schritt weiter ist da die aktualisierte Version der Kindle-App von Amazon.de -- sie wurde bereits vollständig eingedeutscht, von der Menüführung bis zu den Hilsdateien. Das macht die Nutzung der Lese-App noch etwas komfortabler. Neu ist auch die deutschprachige Wörterbuchfunktion – die Kindle App hat tatsächlich den echten Duden eingebaut.

Komfortable Textfunktionen via Touch-Screen

Zu den wichtigsten Features gehören neben Suchfunktion und Inhaltsverzeichnis die auch vom Kindle Reader gewohnte Möglichkeit, die Leseansicht den individuellen Wünschen anzupassen. Neben verschiedenen Schriftgrößen lässt sich die Helligkeit regulieren, die Farbe von Vorder- und Hintergrund anpassen und zwischen Ein- und Zweispaltensatz umschalten. Textpassagen kann man dank Touch-Screen ganz einfach mit dem Finger markieren -- sie erscheinen dann wie mit Textmarker gelb hinterlegt -- oder aber mit einer Notiz versehen, die über die virtuelle Tastatur eingegeben wird. Die Notiz ist dann durch eine kleine Markierung zwischen den Zeilen aufrufbar. Voreingestellt ist ein automatisches Backup -- Notizen und Markierungen werden auf dem Amazon-Server gesichert. Genauso wie das „Highlighting“-Feature kann man diese Funktion aber deaktivieren. Ebenso ausschalten lässt sich das animierte Umblättern der Seiten.

Duden liefert deutsche Worterklärungen

Wie versprochen hat Amazon die Wörterbuchfunktion auf deutsche Bedürfnisse angepasst -- die Kindle-App hat nun sozusagen den Duden eingebaut. Zumindest als Option: vor der ersten Benutzung muss man die Datei herunterladen. Der Download wird angeboten, sobald man ein einzelnes Wort markiert. Mit dem Start des deutschen Kindle-Stores lassen sich nun auch ausführliche Leseproben der deutschen E-Book-Titel herunterladen. Drückt man auf den Kindle-Shop-Knopf, öffnet sich allerdings Safari. Das Stöbern und Browsen im Katalog läuft nämlich wie auch bisher außerhalb der App -- denn beim In-App-Shopping müsste Amazon 30 Prozent Provision an Apple zahlen. Wählt man vor dem Download von Leseproben oder vollständiger Bücher als Ziel die Kindle-App aus, landen die Dateien in wenigen Sekunden auf dem iPad und werden im Home-Screen der App angezeigt.

Kindle-Post liest man außerhalb der App

Anders als auf dem Kindle-Reader ist bei der Kindle-App auch der Kindle-Blog („Kindle Post“ genannt) mit seinen Tipps, Ankündigungen und Buchbesprechungen nicht mit integriert. Um die Beiträge zu lesen, muss man zunächst innerhalb der App den Kindle-Shop öffnen. Im externen Safari-Browser tippt man dann auf der Startseite des Kindle-Shops ganz einfach das entsprechende Banner oben rechts an. Natürlich läuft die deutschsprachige Kindle-App wie gewohnt nicht nur auf Apples Mobilgeräten und Desktops, sondern auch in der Windows- und Android-Welt. Via Whispersync lassen sich die letzte gelesene Seite, Lesezeichen, Notizen und Markierungen zwischen allen jeweils genutzen Geräten synchronisieren.