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Kein Color-Kindle, nirgends? Amazon will Display-Tochter Liquavista den Saft abdrehen

20 Mrz 2018

Liquavista electrowetting displayWas für eine (fast) unendliche Geschichte rund um ein stromsparendes Farb-Display made in the Netherlands, das am Ende wohl doch nie auf den Markt kommt: erfunden wurde dieses auf Electrowetting-Technologie basierende Konzept von Philips, dann 2006 ausgegründet unter dem Namen Liquavista, 2011 übernommen von Samsung, dann 2013 an Amazon verkauft. War’s das, oder kommt da noch was?

Statt Farbdisplay wurde monochromes E-Ink weiterentwickelt

Das lange erwartete Kindle mit reflexivem Farb-Display ließ bisher nämlich bei jeder neuen Generation des Readers auf sich warten. Statt Farbe gab es immer höhere Auflösungen des schwarz-weißen E-Ink-Displays, und immer besseren Kontrast. Zugleich wurden hintergrundbeleuchtete LED-Displays für Smartphones und Tablets immer stromsparender, während die Akku-Kapazität wuchs.

Als Amazon Liquavista schluckte, war der Reader-Boom vorbei

Dazu kommt: Als Amazon Liquavista schluckte, war der Höhepunkt des E-Reader-Booms längst überschritten, inzwischen handelt es sich nur noch um einen Nischenmarkt. Das letzte Kapitel könnte sich nun anbahnen: wie der niederländische Tech-Blog Bits&Chips von Brancheninsidern erfahren haben will, plant Jeff Bezos offenbar die Abwicklung des Liquaviste-Standortes in Eindhoven: die Entscheidung sei bereits im letzen Jahr gefallen, bis Ende 2018 soll schrittweise der Betrieb eingestellt werden, die technischen Anlagen werden demontiert und in die USA transportiert.

(Via The Digital Reader sowie Bits&Chips)