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Kein Aprilscherz: Weltbild bietet 5-Zoll-Reader Hanvon N516 für weniger als 150 Euro an

1 Apr 2010

Weltbild N516 Hanvon E-Reader.gifPreissenkung bei Weltbild.de – und kein Aprilscherz: den 5-Zoll-Reader N516 kann man online ab sofort für 149 Euro shoppen. Der E-Reader des chinesischen Herstellers Hanvon ist damit vorerst das günstigste E-Ink-Lesegerät auf dem deutschen Markt. Der N516 wird komplett mit 2 GB SD-Karte, USB-Kabel und Ohrhörer geliefert. Der Preiskampf im Vorfeld des iPad-Starts ist damit eröffnet – vergleichbare 5-Zoll-Geräte von Sony oder Bookeen sind bisher nicht unter 200 Euro zu haben.

Wer viele E-Reader verkauft, kann auch viele E-Books unter die Leute bringen

E-Reader und E-Books verhalten sich zueinander wie Kaffeemaschinen und Kaffe – je mehr es von den Geräten gibt, desto größer wird die Nachfrage nach dem Input. So war es kein Wunder, dass Weltbild.de wie andere Portale auch im Frühjahr 2009 in das Geschäft mit E-Books, aber auch mit Lesegeräten eingestiegen ist. Um auch weiterhin zu den fünf größten Online-Shops im Buchhandel zu gehören, musste man sich positionieren. Offenbar mit Erfolg: Weltbild.de-Chef Klaus Driever gab vor kurzem gegenüber Buchreport an, man habe in den letzten zwölf Monaten etwa 10.000 E-Reader verkauft. Wenn Weltbild-Kunden sich ähnlich verhalten wie Libri-Kunden – dort kaufen E-Reader-Besitzer im Schnitt zehn E-Books pro Jahr – dürfte Weltbild auch bereits eine stattliche Anzahl von elektronischen Schmökern abgesetzt haben.

Mit der aktuellen Preissenkung hat Weltbild die Pole Position auf dem deutschen E-Reader-Markt

Mit dem iPad & iBooks werden allerdings ab April die Karten neu gemischt. Wenn sich der Vorab-Hype um Apples Tablet auch in Deutschland am Ende in Millionen Bestellungen verwandelt, könnte es nicht nur einen E-Book-Boom geben, sondern auch einen Erdrutsch bei den Marktanteilen. Also müssen günstigere Reader-Angebote her – wie etwa der „Weltbild-Edition“ des Hanvon N516 . Mit der aktuellen Preissenkung auf 150 Euro positioniert sich Weltbild vor allen anderen Playern auf dem deutschen Markt. Vergleichbare 5-Zoll-Geräte mit E-Ink-Display von Sony oder Bookeen liegen hierzulande immer noch bei 200 Euro. Gerade für Sonys neues Einsteigermodell „Reader Pocket Edition“ bedeutet der Weltbild-Reader starke Konkurrenz…

Die „Weltbild-Edition“ des Hanvon N516 ist auch technisch gesehen sehr konkurrenzfähig

Im Vergleich zu Sonys Taschen-Reader bietet der N516 nämlich deutlich mehr – es gibt etwa nicht nur einen Einschub für externe Speicherkarten, sondern auch eine Kopfhörerbuchse, um beim Lesen MP3-Dateien zu hören. Ein Minuspunkt dürfte – ähnlich wie bei Sonys Einsteigermodell – die Beschränkung auf drei Zoomstufen bei der Schriftgröße sein. Mit 170 Gramm Gewicht liegt das N516 zwischen dem Cybook Opus (150 Gramm) und Sonys Pocket Reader (220 Gramm). Bisher war ein oft geäußerter Kritikpunkt am Hanvon N516 die mangelnde Unterstützung für kopiergeschützte epub & PDF-Formate. Die Firmware der „Weltbild-Edition“ unterstützt dagegen Adobes DRM-Standard, so dass man nun alle lieferbaren kommerziellen Titel auf dem Gerät lesen kann.