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KDP Print ist da: fast wie Createspace, nur mit deutscher Benutzerführung

26 Jan 2017 0 Kommentare

kdp-print-als-createspace-alternativeDas „P“ bei Amazons Self-Publishing-Plattform KDP steht nicht für „Print“, sondern für „Publishing“ — wer nicht E-Books, sondern Taschenbücher im Amazon-Store veröffentlichen wollte, musste bis vor kurzem mit „Createspace“ vorlieb nehmen. Das Angebot richtet sich zwar auch an deutsche Nutzer, die Benutzerführung ist aber auf Englisch, und für Neueinsteiger erstmal ziemlich verwirrend.

Mit KDP Print hat Amazon schon seit letztem Herbst eine deutschsprachige Alternative getestet, die nun Schritt für Schritt allen KDP-Anwendern zur Verfügung gestellt wird — was man als einzelner Nutzer daran erkennt, dass im Dashboard eine eigene Schaltfläche „Neuen Titel erstellen / Taschenbuch“ autaucht.

Weniger Optionen als bei Createspace

Neben einem übersichtlicheren, schönerem Layout und klarer strukturierter Benutzerführung gibt es auch einige inhaltliche Unterschiede zu Createspace: so stehen nur eine begrenzte Anzahl von Formaten zur Verfügung, frei bestimmen lassen sich die Maße eines Taschenbuchs bei KDP Print nicht. Auch lassen sich bisher keine vergünstigten Autorenexemplare (bei Createspace via USA möglich) bestellen.

Kleiner Unterschied in punkto Tantiemen

Schaut man genau hin, entdeckt man noch einen gar nicht so unwichtigen Unterschied: Als Tantiemen winken bei beiden Angeboten zwar 60 Prozent vom Nettoerlös, bei KDP Print jedoch wird erst nach zwei Monaten abgereichnet, nicht schon nach einem Monat wie bei Createspace.

Gemeinsames Dashboard für P- & E-Books

Größter Vorteil von KDP Print ist wohl, dass man ab nun alle Print- und E-Book-Verkäufe in einem gemeinsamen Dashboard angezeigt bekommt — und auch sämtliche bereits angelegten P- und E-Titel in einer App überblicken und verwalten kann. Speziell zu diesem Zweck lassen sich auch die bisher bei Createspace angelegten Titel in Richtung KDP Print übertragen.

Soll KDP Print bald Createspace ersetzen?

Letzlich ist der Vergleich zwischen Createspace und KDP Print aber eher müßig, denn man darf wohl annehmen, dass es demnächst nur noch die Kindle Direkt Publishing-Plattform geben wird, um Indie-Autoren den technischen Spagat zu ersparen — Createspace ist schließlich ein Dinosaurier des Print-On-Demand-Publishings, der schon Anfang der Nuller Jahre an den Start ging.

(via Selfpublisherbibel.de)

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