JooJoo-Effekt: Crunchpad ist wieder da – als 500-Dollar-Tablet von Fusion Garage
| 9 Dez 2009 | Ansgar Warner | 5 Kommentare |
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Das Crunchpad ist wieder da – aber es heißt jetzt JooJoo. “Die Gerüchte über das Ableben des Produktes waren weit übertrieben”, sagte Chandra Rathakrishnan von Fusion Garage bei der Produktvorstellung in San Francisco. Das 12-Zoll-Tablet soll ab Anfang Februar für 500 Dollar in den Handel gelangen. Das WiFi-fähige Gerät eignet sich vor allem zum Surfen und Anschauen von HD-Videos.
“Dead Simple”: das Crunchpad wurde in vier Wochen zum Joo Joo
Vor kurzem waren Michael Arrington und Chandra Rathakrishnan noch gute Freunde – sie arbeiteten zusammen am Crunchpad, einem TabletPC mit Touch-Screen und Linux-Oberfläche. Das ursprüngliche Konzept und einen Prototypen hatte der Silicon-Valley Unternehmer & TechCrunch-Gründer Arrington beigesteuert. “We want a dead simple Web Tablet, Help us build it”, hatte er die Community vor zwei Jahren aufgefordert – und 300 Dollar als Verkaufspreis anvisiert. Vor einem Jahr übernahm dann Rathakrishnans Startup Fusion Garage die Entwicklung und Fertigung des Endproduktes. Ende November sollte das serienreife Crunchpad endlich der Öffentlichkeit vorgestellt werden – doch die Premiere fiel aus. In einer E-Mail aus Singapur wurde Arrington mitgeteilt: Fusion Garage bringt das Tablet jetzt in Eigenregie heraus. Tatsächlich stellte Rathakrishnan in San Francisco nun ein “brandneues” Gadget vor – ein Tablet namens Joo Joo.
Nicht schlecht – das Joo Joo bootet in neun Sekunden
Das Gerät ist ein reines Surftablett – genau wie das Crunchpad. Außer einem Einschaltknopf wird es über komplett über das 12-Zoll-Touchscreen (Auflösung: 1366×768 Pixel) bedient. Zur Ausstattung gehören eine Webcam, ein Mikrophon, Lautsprecher, USB-Port und ein Einschub für SD-Karten. Das mit 4 GB Speicher ausgestattete JooJoo ist ein reines Surftablett – die Benutzeroberfläche ist zu 100 Prozent mit dem Browser identisch, der auf der freien Webkit-Engine basiert. Darunter läuft ein angepasstes Linux-System. Laut cnet bootet das JooJoo in nur neun Sekunden – von der dann sichtbaren Homescreen aus lassen sich Webanwendungen wie Facebook, Youtube oder Twitter direkt starten. Die Bedienung erfolgt ähnlich intuitiv wie beim großen Vorbild iPhone, also per Fingerbewegung auf dem Touchscreen. Ohne WiFi-Verbindung geht allerdings gar nichts – wenn das Gerät offline ist, nützt das JooJoo wenig.
“Ist das JooJoo ein tolles Gerät? Ja, aber nicht bei dem Preis”
Das größte Manko dürfte allerdings der Preis sein – hatte Arrington für das Crunchpad noch 300 Dollar angepeilt, wird man für das JooJoo wohl an die 500 Dollar hinblättern müssen. Bei CNET hieß es deswegen eher skeptisch: “Ist das JooJoo nicht ein tolles Gerät? Ja, durchaus. Aber bei diesem Preis glauben wir nicht, dass es ein Erfolg wird.” Laut Rathakrishnan denkt Fusion Garage allerdings an Subventions-Modelle ähnlich wie bei Handy-Verträgen. Doch das JooJoo sei auf jeden Fall sein Geld wert: Geräte wie iPhone oder Kindle DX würden schließlich einen deutlich kleineren Bildschirm haben. Bei der Produktvorstellung wehrte sich der Fusion Garage-Chef zugleich gegen Vorwürfe, er habe mit dem JooJoo Arringtons Crunchpad-Konzept gestohlen. Diese Annahme sei abwegig, so Rathakrishnan, denn es habe keinerlei rechtsverbindliche Absprachen zwischen den Partnern gegeben. Die Ähnlichkeiten zwischen dem JooJoo und dem letzten Crunchpad-Prototypen – vom Design bis zu den Specs – sind auf jeden Fall deutlich. Rathakrishnans Alleingang könnte sich also durchaus noch als juristisches JoJo erweisen, denn Arrington will seinen ehemaligen Freund und Geschäftspartner wegen geistigen Diebstahls verklagen.

JooJoo-Effekt: Crunchpad ist wieder da – als 500-Dollar-Tablet von Fusion Garage…
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Ansgar Warner, steffenmeier erwähnt. steffenmeier sagte: "I was a crunchpad" JooJoo-Effekt: Crunchpad ist wieder da – als 500-Dollar-Tablet http://bit.ly/4X9hVx #crunchpad #ereader [...]
Arrington ist der Erfinder und Entwickler des Ganzen und dieser dreiste Typ nur der Hersteller. Grotesk. Wer dieses Gerät kauft wird betrogen.
[...] Lange Zeit konnte man den Onyx Boox für Vaporware halten: zur letzten CEBIT waren ein paar Geräte aufgetaucht, dann herrschte lange Zeit wieder Funkstille. Rechtzeitig vor Weihnachten hat nun der chinesische Hersteller doch noch den Schritt nach Mitteleuropa gewagt – vom niederländischen Velden aus organisiert Ebook Reader Store den Vertrieb in die Bundesrepublik. Besonders attraktiv macht das Gerät ein Feature, das beim txtr-Reader in letzter Minute wieder hinausgeworfen wurde: der WLAN-Anschluss. Die Macher des Berliner “Kindle-Killers” waren der Meinung, ein E-Book-Reader sei nun mal kein Surf-Tablett. Bei Onyx sieht man das offenbar anders – schließlich spendierte man dem neuen Reader auch einen rudimentären Webbrowser, basierend auf der freien Webkit-Engine, ähnlich wie beim Crunchpad bzw. Joo Joo-Tablet. [...]
[...] FusionGarage am Ende ausgebootet – das minimalistische Surf-Tablet kommt nun unter dem Namen JooJoo heraus. Bei Negroponte ist der Ideenklau schon jetzt Teil der Strategie – sein wichtigstes Ziel ist [...]
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