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WePad ante Portas: Tablet von Neofonie startet im August & kostet 449 Euro

12 Apr 2010

wepad wemagazine neofonie tablet ipad-killer.gifDas WePad kommt im August in den Handel und kostet in der Basisversion mit WLAN 449 Euro. Die Luxus-Version mit UMTS wird zum Preis von 569 Euro zu haben sein. Das gab der Berliner Hersteller Neofonie heute auf einer Pressekonferenz bekannt. Das deutsche Tablet-Projekt war erstmals im März auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt worden. Anders als Apples iPad kommt das WePad mit Adobe Flash und soll dadurch „barrierefreies“ Internet-Surfen ermöglichen. Vorbestellungen werden ab 27. April entgegengenommen…

Tablet-Wechsel: Jeff Jarvis würde am liebsten sein iPad gegen das WePad tauschen


„My terror is not from Germany, but from the soul“, pflegte Grusel-Autor Edgar Allan Poe zu sagen. Bei Steve Jobs könnte es mit der Herkunft des Schreckens möglicherweise bald umgekehrt sein. Das von WePad heute erstmals der Öffentlichkeit präsentierte Tablet hat rein technisch tatsächlich das Potential zum iPad-Killer. „If I could buy the WePad in Germany in a week, it would replace my iPad for sure. Android. USBs. Camera. Mulitasks“, twitterte nicht ohne Grund Tech-Blogger Jeff Jarvis ausgerechnet am 4. April, als sich die langen Schlangen vor den Apple-Stores gerade aufzulösen begannten. Das Tablet-Projekt von Neofonie kann nicht nur technisch gegenüber dem iPad punkten – u.a. die WebCam mit 1.3 Megapixeln, 2 USB-Ports und höherer Bildschirm-Auflösung – sondern auch von der Software. Die Unterstützung von Adobe Flash ist dabei nur ein Punkt…

Das Wepad soll Barrierefreiheit für Nutzer, Softwareentwickler & Medienpartner bieten


„Wir achten beim WePad darauf, dass Nutzer, Softwareentwickler und Medienpartner nicht von Barrieren behindert werden“, so Neofonie-Geschäftsführer Helmut Hoffer von Ankershoffen. Nutzer haben dadurch die freie Wahl: Der App Store für das auf Linux-Basis laufenden Tablet soll nicht nur WePad-Apps enthalten, sondern auch Anwendungen für Adobe Air, Android, Java und Linux. Barrierefrei soll sich jedoch auch der Zugang für Content-Lieferanten gestalten. Über die WeMagazine E-Publishing-Plattform können sie ihre Inhalte direkt auf das Tablet bringen – ohne die hohen Kosten und technischen Einschränkungen, die etwa bei der Nutzung von Apples App-Store anfallen. Den Verlagen wird nicht nur ein direkterZugang zu den Leserinnen und Lesern versprochen, sondern auch höhere Erlöse durch Online-Anzeigen: „Bei mit WeMagazine umgesetzten Titeln erhöht sich die Lesedauer im Vergleich zum Web von durchschnittlich zwei bis drei Minuten auf ca. 27 Minuten“, so Neofonie. Was wiederum für höhere Click-Through-Raten bei den Werbeflächen sorgt. Geht man nach der heute erstmals auf dem WePad selbst vorgeführten Präsentation des Stern-eMags, könnte die Rechnung tatsächlich aufgehen – die Umsetzung scheint grafisch gut gelungen zu sein.

Mit einem Zeitungsabo lässt sich der Preis des Tablets deutlich unter 449 Euro drücken


Anders als bei Branchenprimus Apple ist die Nutzung der UMTS-Variante des Tablets bei Neofonie nicht an einen bestimmten Mobilfunkbetreiber gebunden – es wird kein „SIM-Karten-Lock“ geben. Abgeschaut bei Apple ist dagegen die Spaltung zwischen Low-Price-Einsteigermodell und Luxusvariante. Das abgespeckte WePad kostet 449 Euro, dafür bekommt man 16 Gigabyte Speicher und WLAN. Zahlt man dagegen 569 Euro, gibt’s nicht nur 32 Gigabyte Speicher, UMTS & GPS, sondern auch die Unterstützung für Full HD-Videos. Es geht jedoch auch noch ganz anders. Denn nicht umsonst sind WePad und die WeMagazine-App parallel entwickelt worden – Neofonie will Hardware & Content gebündelt vermarkten. Das drückt auch den Gerätepreis. Entscheidet man sich also von vorneherein für ein bestimmtes Zeitungs- oder Zeitschriftenabo, gibt es ähnlich wie bei einem Handy-Vertrag ein subeventioniertes Tablet dazu. Als Erweiterungen werden neben Docking Station und Schutzhülle auch eine drahtlose Tastatur angeboten. Vorbestellen kann man den deutschen iPad-Killer bereits ab Ende April. Doch bis die Geräte in den Handel kommen, sind noch einige dramaturgische Zwischenstationen zu durchlaufen: zunächst eine Roadshow im Mai, dann ein „Softlaunch“ im Juli – allgemein verfügbar sind die WePads erst im August.