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InkBook Prime & InkBook Classic 2: Offene Android-Reader als Alternative zu Tolino & Kindle?

22 Dez 2016

inkbook-primeDie E-Reader-Hersteller stehen vor einem Dilemma: wie soll man sich noch von der Konkurrenz unterscheiden? Hohe Auflösung, kapazitives Touchscreen, Glowlight, Cloud-Anbindung,das haben jetzt alle. Bleibt eigentlich nur das Design der Benutzeroberfläche — hier bietet sich bei Readern auf Android-Basis die Möglichkeit, die Tür zum Android-App-Store bzw. Android Apps von Drittanbietern offziell zu öffnen. Der polnische Reader-Spezialist Arta Tech nutzt jetzt genau dieses Argument, um die neuen Modelle InkBook Prime und InkBook Classic 2 zu bewerben: Kindle-App? Kobo-App? Tolino-App? Oder vielleicht auch Skoobe? Auf den beiden 6 Zollern kein Problem.

Leider etwas niedrige Pixeldichte

Beide Reader laufen mit Android 4.2.2, das sich mit beliebigen Apps erweitern lässt, zumindest per externem Download und der Übertragung der entsprechenden .apk-Dateien auf das Lesegerät („Sideloading“). Wirklich lohnen dürfte sich das aber nur auf dem InkBook Prime, das mit einer Auflösung von 1024×768 Pixeln immerhin auf eine Pixeldichte von 212 ppi kommt, schon recht nah am derzeitigen 300ppi-Standard der großen Marken. Der interne Speicher fasst 8 Gigabyte, das ist auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. All das gibt’s via Amazon.de für 139 Euro. Das InkBook Classic dagegen bringt nur eine Display-Auflösung von 800×600 Pixeln mit und 4 Gigabyte Speicher, dafür kostet es aber via Amazon.de auch nur 79 Euro.

InkBook Prime hat Bluetooth-Schnittstelle

Interessanterweise hat das InkBook Prime auch eine Bluetooth-Schnittstelle, so dass sich nicht nur Kopfhörer für die Tonausgabe, sondern auch eine externe Tastatur anschließen lässt — so kann man den Reader ähnlich wie ein normales Android-Tablet in Verbindung mit entsprechenden Textverarbeitungs-Apps unterwegs als mobile Schreibmaschine nutzen. Zumindest theoretisch, denn ob die Apps tatsächlich richtig — und ohne Ghosting-Effekte — auf dem E-Ink-Screen dargestellt werden, ist natürlich nicht garantiert.

Würdiger Onyx T 68-Nachfolger?

Auf jeden Fall könnte das InkBookPrime als vielseitiger, Tablet-ähnliches E-Ink-Gerät durchaus die Nachfolge des offenen Android-Readers Onyx T 68 Lynx antreten — nicht ganz zufällig war ArtaTech bis vor einiger Zeit auch offizieller Onyx-Reseller für den europäischen Markt.