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In den USA herrscht Digital First bei populären Genres: E-Book-Anteil bei Romance erreicht 90 %, bei SciFi 75 %

25 Jan 2018 2 Kommentare

Digitalisierung-des-US-Buchmarkts-schreitet-voranHugh Howey von „Author Earnings“ und sein Kollege „Data Guy“ werden immer umtriebiger: seit dem zweiten Quartal 2017 können sie mit ihren Verkaufsanalysen nach eigenen Angaben 90 Prozent aller Online-Verkäufe von E-Books, Hörbuch und Print tagesgenau erfassen. Somit haben die aktuellen Zahlen (beziehen sich auf den Zeitraum April bis Dezember 2017) besonderes Gewicht: 70 Prozent aller Online-Verkäufe im Bereich Belletristik & Sachbuch betreffen in den USA mittlerweile E-Book und Hörbuch, beim Umsatz liegen E-Lektüre und E-Lauschüre mit Print fast gleichauf. Online, das muss man hier noch hinzufügen, ist auf der anderen Seite des Atlantiks keine Nische: Alleine via Amazon.com wurden 2017 satte 45 Prozent aller Printbuch-Umsätze insgesamt erzielt.

Thriller, Romance, SciFi sind meistverkaufte Genres

Von Genre zu Genre ist die E-Book-Lastigkeit des Literatur-Konsums allerdings äußerst unterschiedlich — bei Romance liegt der kombinierte Digital-Anteil schon bei 90 Prozent, bei SciFi und Fantasy bei 75 Prozent, umgekehrt ist bei Lyrik noch zu 82 Prozent Gedrucktes angesagt, bei dramatischen Werken sogar 85 Prozent. Und nicht umsonst nennt man diese Sujets auch die „populären Genres“: Die vier meistverkauften Genres überhaupt bei E-Books sind neben allgemeiner Belletristik nämlich „Mystery, Thriller & Suspense“, „Romance“ sowie „Science Fiction & Fantasy“. Zusammen genommen erzielten sie deutlich höhere Umsätze als der Bereich „Allgemeine Belletristik“ („Literature & Fiction“).

Amazon Publishing plus Indies sichern sich 25 % vom Umsatz

Und wo landet das Geld? Die „Big Five“-Verlage haben noch einen Umsatzanteil von 43 Prozent, knapp jedes vierte verkaufte E-Book stammt von ihnen. Von Amazon Publishing stammte bereits jedes zehnte elektronische Buch, die Hausverlage des Online-Riesen sicherten sich damit umsatzmäßig 5 Prozent des E-Book-Marktes. Self-Publisher – auch hier hat natürlich vor allem Amazon die Hände im Spiel – erreichen in punkto abgesetzte Exemplare einen Anteil von knapp 36 Prozent, was für 20 Prozent der Gesamtumsätze reicht.