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Impress & Instant Books: Neue Digital-Only-Imprints von Carlsen umwerben unabhängige Autoren

16 Jul 2013

Von Self-Publishing hält man beim Carlsen Verlag nicht so viel, von Self-PublisherInnen dagegen umso mehr: Anfang August gehen zwei neue Digital-Only-Imprints an den Start, für die speziell nach Talenten innerhalb der Indie-Szene Ausschau gehalten wurde. Bei „Impress“ – Zielgruppe: Jugendliche und Junge Erwachsene – dreht sich alles um „Romantasy“ und „Paranormal Romance“, was man auch schon an Titel-Previews wie „Falkenmagie“, „Unter goldenen Schwingen“ oder „Die Piratin“ ablesen kann. Unter dem Label „Instant Books“ – Zielgruppe Erwachsene – geht’s derweil etwas härter zur Sache, siehe etwa „Zombifiziert“, „Chill Bill“ oder „Blutspeer“. Preislich rangieren die für epub- und mobi-Format angekündigten E-Books je nach Länge zwischen 1,99 Euro und 4,99 Euro, auf DRM wird offenbar verzichtet.

„Auf Self-Publishing reagieren wir mit Qualität“

Schon vor einiger Zeit hatte Carlsen einen Aufruf an Indie-Autoren gestartet: gesucht wurden Serials, Kurzgeschichten und Romane für die neuen Imprints. Dank digitalem Vertrieb konnte der Hamburger Verlag attraktive Konditionen bieten, so winken nicht nur bis zu 50 Prozent Tantiemen, sondern auch ein Vorschuss sowie besondere Marketing-Möglichkeiten via Social Media. Für das Herzschmerz-Label will man mit der Leser- & Autoren-Community „bittersweet.de“ kooperieren, für das Thriller- und Horror-Genre soll ein eigenes Portal aufgebaut werden. Ein professionelles Lektorat wie auch Design sind selbstverständlich inklusive – man reagiere schließlich „auf Self-Publishing mit Qualität“, behauptet die Pressemitteilung.

Carlsen setzt auf das Gesetz der Serie

Solche Dienstleistungen gibt’s natürlich auch längst jenseits von Verlagen – für neu eingeworbene Indie-AutorInnen wie etwa Jennifer Jäger, Fabian Lutz oder Judith Hüller dürfte somit wohl vor allem eins im Vordergrund gestanden haben: die weitaus besseren Vermarktungs- und Umsatzmöglichkeiten, die ein renommierter Verlag wie Carlsen verspricht. Erst recht natürlich, wenn es im Verlauf der Kooperation nicht bei einem One-Hit-Wonder bleibt. Nicht umsonst haben die Hamburger wohl auch nach lohnenden Ideen für Serien gefahndet, und sind fündig geworden: „Zombifiziert“ von Fabian Lutz etwa ist als „Band 1“ angekündigt, ebenso Sandra Regniers „Geheimes Vermächtnis des Pan“. Für Nachschub dürfte somit gesorgt sein. Während beide Labels mit jeweils zehn Titeln gelauncht werden, sind im monatlichen Rhythmus je fünf Neuerscheinungen geplant.

Cover-Abb.: Carlsen Verlag