Home » Smartphone&Tablet

Im Bann der quadratischen Matrix: QR-Codes mischen elektronischen Zahlungsverkehr auf

18 Jul 2017 0 Kommentare

zahlen-mit-qrcodeQR-Codes, ausgerechnet. Man kann die „Quick Response-Codes“ als typisches Hybrid-Format des 21. Jahrhunderts sehen, oder auch als Arecibo-Botschaft der späten Gutenberg-Galaxis: obwohl wir „always online sind“ und via Funk diverse Informationen zwischen Mobilgeräten und Basisstationen hin und her jagen, wird immer öfter mit „optischen“ QR-Codes medial über Bande gespielt — die Smartphone-Kamera dient dabei mal als Scanner, mal als Code-Träger.

In China bereits Billionen-$-Volumen

Das ist vor allem sehr praktisch, wenn es um das Übertragen von Zahlungsinformationen geht — in China werden via QR-Bezahlcode und Smartphone-Apps bereits Billionen-Summen umgesetzt: „According to internet consulting firm iResearch, payments made via mobile devices by Chinese consumers last year (2016) reached 38 trillion yuan (US$5.5 trillion, HK$43 trillion), more than half the nation’s GDP“. In den USA immerhin dreistellige Milliardenbeträge.

Deutsche Banken entdecken QR-Codes

So langsam entdecken auch deutsche Banken die ursprünglich für logistische Zwecke (Autoindustrie!) entwickelten zweidimensionalen Blockgrafiken — unter dem Namen „Girocode“ wird das einfache Bezahlen von Rechnungen mit Banking-Apps wie Sparkasse+, propagiert, nach dem Motto: Scannen, Zahlen, Fertig. Alle notwendigen Daten werden automatisch in ein digitales Überweisungsformular übertragen: Empfänger, IBAN, BIC, Betrag und Verwendungszweck. Danach autorisiert man die Zahlung wie gewohnt mit einer TAN-Nummer.

QR-Codes an der Kassenzone

Auch an der Kassenzone an Tankstellen, in Supermärkten oder Drogerien sind QR-Codes groß im Kommen — was in Deutschland bisher allerdings ausschließlich Nutzer der PayBack-Karte merken. Mit Unterstützung des Münchner Mobile Payment-Spezialisten UMT AG wurde in das Bonusprogramm eine Bezahlfunktion integriert („Payback-Pay“), die in diesem Fall mit QR-Codes auf dem Smartphone Display arbeitet — zur Bestätigung der Zahlung werden sie an der Kasse von einem speziellen Scanner eingelesen.

11,5 Mio. potentielle Nutzer

UMT AG zufolge können auf diese Weise bereits 11,5 Millionen Payback-Nutzer in über 10.000 Filialen per QR-Code-Scan und PIN-Nummer bezahlen. In einem vom TÜV Saarland durchgeführten Test waren Kunden auf diese Weise doppelt so schnell mit dem Bezahlen fertig wie Nutzer von EC-Karten bzw. Bargeld.

Buchhandel auch mit dabei

Übrigens: Auch im Buchhandel hält das Zahlen mit QR-Code gerade Einzug — diese Woche gab nämlich Thalia bekannt, seinen Kunden ab jetzt auch die Zahlung mit Smartpone und PaybackPay-App zu ermöglichen.

Comments are closed.