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Humble-Image-Bundle startet: E-Comics plus „Pay-what-you-want“ plus BitCoins

1 Mai 2014 1 Kommentar

„Pay-what-you-want“ erobert immer neue Bereiche – die in den USA populäre Plattform „Humble Bundle“ hat nun nach Games, Musik oder E-Books erstmals ein E-Comic-Bündel aus sieben Indie-Titeln von „East of West“ über „Saga“ bis „Chew“ geschnürt (jeweils die Auftaktbände der Serien), für das die übliche Crowdfunding-Logik gilt: theoretisch ist man schon ab 0,01 Cent dabei, es gibt jedoch eine Menge Anreize, um deutlich mehr zu spenden. Zunächst einmal unterstützt man mit dem Humble-Image-Bundle natürlich beteiligte Comic-Zeichner wie Nick Dragotta, Michael Lark oder Rob Guillory, den von Comic-Autoren gegründeten Indie-Verlag „Image Comics“ und nicht zuletzt den „Comic Book Legal Defense Fund“. Eine für die Comickultur überm großen Teich wichtige Institution: In den zensurwütigen USA werden nämlich gerade Comics für Erwachsene gerne mal auf den Index gesetzt.

Als Goodie winkt „The Walking Dead“

Dass die ersten 17.000 Humble-Image-Bundle-Käufer jedoch schon mehr 170.000 Dollar ausgegeben haben, hat aber auch mit der Belohnung zu tun, die denjenigen winkt, die mehr geben als der jeweilige Durchschnitt (derzeit 9,63 Dollar): Spendierhosenträger bekommen nämlich zwei weitere Titel – Teil 1 sowie Teil 20 von „The Walking Dead“, also die Comic-Version der gleichnamigen Zombie-Apokalypsen-TV-Serie. Wie üblich kann man mit Hilfe von virtuellen Schiebereglern auch selbst bestimmen, wie die eigene Spende verwendet wird: Die „Default“-Einstellung leitet 65 Prozent an den Comic-Verlag & seine Künstler, 20 Prozent an den „Comic Book Legal Defense Fund“ und den Rest als „Trinkgeld“ an die Plattform. Wer möchte, kann z.B. auch ganz einfach 100 Prozent an die Comic-People vergeben.

Bereits 37 Millionen Dollar für Charity gespendet

Insgesamt haben 46 Humble Bundle-Aktionen seit 2010 bereits 79 Millionen Dollar Umsatz gebracht, davon waren 37 Millionen Dollar Spenden an gemeinnützige Organisationen wie „Comic Book Legal Defense Fund“ oder die „Electronic Frontier Foundation“. Bei 13 Millionen verkauften Bündeln lag der Durchschnittspreis bei etwa 6 Dollar. Auch bei der Zahlungsweise wird Indie-Kultur bei den Humble Bundlern großgeschrieben – neben Kreditkarte oder PayPal sind auf der Pay-what-you-want-Plattform mittlerweile sogar BitCoins willkommen. Gerade bei einer technik-affinen Zielgruppe wie der Humble-Bundle-Gemeinde (gegründet wurde das Unternehmen, um Computerspiele von unabhängigen Entwicklern zu vermarkten) macht das natürlich besonders viel Sinn. Aber auch für Normalzahler lohnt sich das aktuelle Bündel natürlich – denn so günstig bekommt man nirgendwo sonst den Einstieg in mehr als ein halbes Dutzend Indie-Comic-Serien von angesagten AutorInnen. Die Aktion läuft noch bis zum 13. Mai.

Abb.: Screenshot

Ein Kommentar »

  • Digitale Comics – Webschau 2014 | Beyond eBooks schrieb:

    […] ganz gratis, sonder Pay-What-You Want: das erste Comic Humple Bündle. Die Plattform Humple Bündle bietet unterschiedlichste Medien von Indie-Autoren, wie e-Books, […]