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Hochbetrieb auf Plattform 9 3/4: Pottermore öffnet die Tore für 1 Mio. Beta-Tester

16 Aug 2011 Ansgar Warner 0 Kommentare

Im Oktober geht Pottermore offiziell an den Start. Doch seit gestern kann bereits eine Million Fans die neue Online-Plattform von Besteller-Autorin J K Rowling testen. Um überhaupt eine der begehrten Einladungs-Emails zu erhalten, mussten die Leser zuvor Potter-typische Rätsel lösen. Schon Minuten nach dem Launch war Pottermore quicklebendig. Neben interaktiven Spielchen rund um die Story von Band 1 („Harry Potter und der Stein der Weisen“) können sich die User untereinander austauschen, Facebook-Accounts lassen sich ebenfalls einbinden. Gelobt wird von den Beta-Testern der ersten Stunde vor allem das Artwork der grafisch aufwändig gestalteten Seiten, viel Gefallen finden auch die von J K Rowling gelieferten Bonus-Texte. Die eigentliche Lektüre findet voerst aber noch auf Papier statt: Der exklusive E-Book-Verkauf beginnt erst mit dem offiziellen Start von Pottermore.

“Das Zentrum der Marke Harry Potter”

Mit Pottermore scheint J K Rowling tatsächlich den Stein der Weisen in Sachen Selbst-Vermarktung für Autoren gefunden zu haben. Schon bis zum Beta-Start hatte Pottermore.com mehr als 22 Millionen Pageviews, obwohl es außer FAQs und einem Anmeldeformular nichts zu sehen gab. „Ich glaube, Pottermore hat das Potential, zum langfristigen Zentrum für die Marke Harry Potter zu werden“, äußerte sich Charlotte Williams (The Bookseller) gegenüber dem Guardian. „Die Verbindung von neuem Content, Sozialem Netzwerk und dem alleinigen Verkaufsort für die E-Books dürfte sich als äußerst wirkungsvoll erweisen. Wenn man die E-Books exklusiv anbietet, kann man sich schließlich sicher sein, dass die Leute die Seite besuchen werden“, so die Beta-Testerin. Besonders interessant sei darüberhinaus die Frage, ob es gelingen werde, neben eingefleischten Harry-Potter-Fans auch neue Leser an die E-Book-Lektüre heranzuführen.

Mehr als nur eine Verkaufsplattform für Plüsch-Hüte

Wer neu bei Pottermore ist, eröffnet zunächst ein Konto bei der Gringott-Bank und wird – wie es sich gehört – einem der vier “Häuser” von Hogwarts zugeteilt. Hat man fleißig Zaubersprüche gelernt oder genügend Zutaten für Zaubetränke eingekauft, steht einem Zauberer-Duell mit anderen Schülern nichts mehr im Weg. Die Beta-Tester bei Entertainment Weekly waren gerade von solchen interaktiven Elementen der Plattform entzückt: “Allen denjenigen, die befürchtet haben, es würde nur das magere Skelett eines Online-Games sein, um E-Books oder Plüsch-Hüte zu verkaufen, sei gesagt: so ist es nicht. Auch wenn Pottermore sich bisher nur um Harry Potter und den Stein der Weisen dreht – es ist mehr als genug dabei, um einen ganzen Nachmittag wie mit einem Temporus suckus-Zauberspruch verschwinden zu lassen”.

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