Print mit Mehrwert: Harper Collins setzt auf Bundling via BitLit-App

Ach ja, Bundling von P- und E-Books, immer noch eine tolle Idee, hüstel, hüstel, vor allem außerhalb Deutschlands. In den USA kommen jetzt offenbar auch große Verlage auf den Geschmack: HarperCollins kooperiert neuerdings mit dem Bundling-Startup BitLit, zum Launchtermin werden virtuelle Doppel-Bündel aus sechs aktuellen Titeln geschnürt, darunter Neal Stephensons „Cryptonomicon“, Andrew Gross‘ „15 Seconds“ und Kim Harrisons „Black Magic Sanction“.

Zukünftig soll jede Woche ein neues Bundling-Angebot dazukommen, das dann jeweils separat promotet wird, insbesondere über die gerade relaunchte Harper Collins-Website, mit der der Verlag jetzt verstärkt auf Direktvertrieb & somit mehr Unabhängigkeit von Amazon & Co. setzt.

Das app-gestützte BitLit-Prinzip ist vom Print-Produkt her gedacht – wer mit dem Smartphone das Buchcover und die zuvor handschriftlich mit dem eigenen Namen versehene Seite mit dem Impressum abfotografiert, erhält einen E-Mail-Link, mit dem die elektronische Version des jeweiligen Titels kostenlos bzw. für einen reduzierten Preis heruntergeladen werden kann.

Im Fall von Harper Collins gibt’s die E-Versionen zum Preis von 1,99 bzw. 2,99 Dollar, die Paperback-Versionen der o.a. Titel kosten zwischen 5 und 7 Dollar. Insgesamt sind via BitLit-App schon mehr als 20.000 solcher Bündel erhältlich, bisher größtenteils von Indie-Verlagen verlegt (siehe die Buchsuche auf der BitLit-Website).

(via publishersweekly.com)

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".