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Advents-Special: Nützliche Gadgets rund ums elektronische Lesen & schreiben

30 Nov 2012

Es muss ja nicht immer ein echtes Buch sein – das Angebot im Bereich elektronisches Lesen & Schreiben ist schließlich so groß wie noch nie. Unser Advents-Special stellt vier nützliche Gadgets aus dem literaturaffinen „Non-Books“-Bereich vor, die preislich zwischen 29 und 99 Euro liegen: den vier Zoll-Reader Pyrus Mini, eine E-Ink-Digitaluhr von Phosphor, den digitalen Notizblock von Boogie Board sowie ein Stifttablett von Bamboo. Wer Zeit sparen will (oder als Last-Minute-Schenker muss), kann alle Produkte direkt bei Amazon bestellen…

E-Ink zeitgemäß: Phosphor World Time Watch

Die stromsparenden Eigenschaften elektronischer Tinte haben uns neben dem E-Book-Boom auch eine Renaissance der Digital-Uhr beschert. Kein Wunder – denn im Vergleich zu Flüssigkeits-Kristall-Anzeigen sind Ziffernblätter mit E-Ink noch weitaus akkuschonender. Wer technologisch mit der Zeit gehen möchte, liegt deswegen mit der World Time Watchvon Phosphor genau richtig. Ab 99 Euro bekommt man einen schicken Chronographen, der bequem via Touch-Feld am Gehäuserand bedient werden kann. Die Anzeige ist zweigeteilt, so dass Ortszeit und eine frei wählbare Zeitzone immer im Blickfeld sind. Auf Wunsch zeigt das Display auch simultan Uhrzeit und Datum an. Wer schwarz auf weiß nicht mag, kann auf einen inversen Display-Modus umschalten. Lieferbar ist die E-Ink-Uhr inklusive Armband in vier verschiedenen Gehäusefarben: weiß, gelb, rot und schwarz.

Pyrus Mini – der kleinste E-Reader der Welt

Elektronisches Lesen boomt – nicht erst seit dem Siegeszug der Tablets. Den besten Kontrast und die längste Lektüredauer bieten immer noch stromsparende E-Ink-Displays. Die meisten E-Reader besitzen ein 6-Zoll-Display, sie sind also so groß wie ein Taschenbuch. Das zur Zeit günstigste E-Ink-Gerät auf dem Markt macht aber nicht nur beim Preis eine Ausnahme: mit dem Pyrus Minizum Preis von knapp 50 Euro hat der hessische Hersteller Trekstor ein 4-Zoll-Lesegerät an den Start gebracht. Bei einer Bildschirmdiagonale von 10,9 Zentimetern bietet der erstmals auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellte Winzling dieselbe Lesefläche wie das aktuelle iPhone 5. Die Display-Auflösung ist mit 600×800 Pixeln identisch mit größeren Reader-Modellen, aufgrund der kleineren Fläche steigt jedoch die Pixeldichte. Bemerkbar macht sich die Verschlankungskur auch beim Gewicht – mit 111 Gramm dürfte der Pyrus Mini das leichteste Lesegerät auf dem Markt sein. Dank 2 Gigabyte Flashspeicher bietet der Mini-Reader im Beinahe-Smartphone-Format Platz für tausende Bücher. Den direkten Draht zum E-Store bekommt man in dieser Preiskategorie aber nicht – der Lesestoff gelangt via USB-Kabel auf den Reader.

Schiefertafel 2.0: Boogie Board


Nicht nur beim Lesen, sondern auch beim Schreiben bekommt das Holzmedium Papier langsam Konkurrenz – bester Beweis ist das „Boogie Board“, eine Art Schiefertafel Zweinull. Das druckempfindliche LCD-Display im iPad-Format macht schnelle Notizen, Kritzeleien oder Skizzen möglich, weiß auf schwarz, fast wie zu Kaisers Zeiten. Beschreiben kann man das Boogie Board per Finger, Stift oder Pinsel. Die besondere Beschaffenheit macht auch Zeichnungen mit Schraffur möglich – die Dicke der Striche hängt dabei davon ab, wie stark man aufdrückt. Der besondere Clou: Strom verbraucht wird beim Schreiben überhaupt nicht. Nur zum Löschen des Displays muss eine minimale Spannung anliegen, die von einer kleinen Knopfzelle im Gehäuse geliefert wird. Wer gerade an der Weltformel arbeitet, sei jedoch vorgewarnt: Ähnlich wie der legendäre Wunderblock aus Wachs funktioniert das Boogie Board nach dem Tabula rasa-Prinzip, die Displayinhalte lassen sich nicht speichern. Dafür kostet die Basisversion auch nur 29 Euro. Geliefert wird das Gerät mit Teleskop-Stift, irgendwelche Anschlüsse oder oder einen Einschaltknopf gibt es nicht.

Mehr als nur ein Mausersatz: Stifftablett „Bamboo Pen“

Retro-Trends gibt’s auch bei der Arbeit am PC. Die Maus geht stiften, dafür hält das „Stifttablett“ Einzug. Das „Bamboo Pen“ von Wacombeispielsweise könnte man von der Form her fast mit dem Boogie Board verwechseln. Doch was der Eingabestift anrichtet, sieht man in diesem Fall nur auf dem PC-Bildschirm. Weitaus exakter, aber auch weitaus ergonomischer bewegt man in natürlicher Schreibhaltung den Mauszeiger über den Desktop, verschiebt Icons via Drag&Drop oder löst per Doppeltipp Aktionen aus. Die Spitze des (übrigens batterielosen) Eingabestiftes muss dabei das Stifttablett gar nicht berühren, sie schwebt normalerweise wenige Millimeter über der Oberfläche – es sei denn, man möchte etwa Text markieren. Die schreibähnliche Bewegungsweise der Hand beugt zugleich dem berüchtigten „Mausarm“ vor. Das Stifttablett ist jedoch mehr als nur Mausersatz, denn dank spezieller Software lassen sich handgeschriebene Notizen oder Skizzen anfertigen, etwa um Dokumente oder E-Mails zu ergänzen. Für Comiczeichner oder Grafiker ist Wacom längst ein Begriff, sie nutzen den Mausersatz als professionelles Sketchboard. Teuer ist der Einstieg in die Welt der Stifttabletts nicht – das Basismodell „Bamboo Pen“ (Format 18×28 cm) inklusive Stift und USB-Kabel bekommt man schon ab 50 Euro.

Autor & Copyright: Ansgar Warner
Produktbilder: Hersteller
Intro: Flickr/Peat Bakke