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Generation iBrain macht mobil: Bald 50% Online-Anteil im Buchhandel?

18 Nov 2016

ibrains-shoppen-stark-onlineWie stabil ist die Buchbranche? Der bei wenigen Prozent dümpelnde E-Book-Marktanteil in Deutschland wirkt als Beruhigungspille, ebenso der noch recht niedrige Umsatzanteil des Online-Handels, der im Buchhandel weniger als ein Fünftel beträgt. Doch dabei wird es nicht bleiben, warnt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) — sie hat nämlich die Kaufgewohnheiten der unterschiedlichen Altersgruppen verglichen. Die schlechte Nachricht für den Buchhandel: im Non-Food-Sektor geht der Umsatzanteil des E-Commerce von Generation zu Generation steil nach oben. Das Geld der Babyboomer wandert noch zu 80 Prozent in den stationären Handel, bei den „iBrains“, also den Unter-20-jährigen, sind es nur noch 60 Prozent.

iBrains & Smartphone-Transzendenz

Kein Wunder, denn für die iBrains gilt: 100 Prozent Smartphone-Ausstattung, 100 Prozent tägliche private Nutzung. Jetzt könnte man sagen: Okay, mehr geht nicht. Doch die GfK hat hier nochmal eine perspektivisch beunruhigende Botschaft in petto: „Bei den iBrains geht es schon nicht mehr um das Smartphone, denn das hat jeder. Sie werden in Kürze neue Devices vorantreiben.“ Mit anderen Worten: der Anteil der Online-Einkäufe dürfte durch neue Geräte-Technologie bald noch weiter steigen, die Sättigung in der Smartphone-Ausstattung alleine ist keine Limit für weiteres Wachstum (Ein aktuelles Beispiel: die Bestellung per Sprachbefehl via Echo-Konsole/Alexa). Außerdem können natürlich die älteren Generationen in ihrem Verhalten noch nachziehen.

Krise in Sicht trotz E-Book-Flaute?

Manche Experten malen auf dieser Basis schon ein komplettes Spaltungs-Szenario an die Wand: in gar nicht so ferner Zukunft könnte der Marktanteil von Online-Einkäufen hierzulande die 50 Prozent-Grenze knacken. Für die Buchbranche wäre das natürlich eine besonders bittere Pille: Selbst wenn die Mehrheit der Deutschen weiter gedruckte Lektüre bevorzugen sollte — auf den Weg in die Buchhandlung werden sich viele zukünftig möglicherweise nicht mehr machen.

(via pubiz.de)