Games schlagen E-Books: Ausgaben für’s Spielen im Schnitt 3,4 mal höher

games-toppen-ebooksE-Books, Games & PayPal — eine interessante Kombination, die nicht ganz zufällig … genau, der Zahlungsdienstleister PayPal mit internationaler Perspektive erforscht hat. Die Ergebnisse zeigen sowohl nationale Unterschiede wie auch Gemeinsamkeiten der globalen Gamer- und E-Leser-Population (Alter: über 18 Jahre). Die Bereitschaft, Geld für diesen oder jenen Content auszugeben, unterscheidet sich offenbar sehr stark. In den USA stehen Games nämlich an erster Stelle, in anderen Märkten wie Großbritannien oder Japan dagegen elektronische Bücher. Im angeblichen Leseland Deutschland ist das Verhältnis eher ausgeglichen.

Deutsche Gamer ganz vorne

Wohlgemerkt geht’s dabei nur um die Konsumbereitschaft. Die tatsächlichen monatlichen Ausgaben für Games liegen in allen von der Studie berücksichtigen Ländern deutlich über jenen für E-Books — im Schnitt sind sie 3,4 mal höher. Besonders hoch, nämlich mehr als viermal so hoch, sind sie ausgerechnet in Deutschland. Wobei ein Grund für die hohen Ausgaben schlicht darin besteht, das Games eben im Schnitt auch deutlich teurer sind als Bücher.

E-Reader vs. Smartphone

Eine nicht unwichtige Rolle spielen zudem wohl die von Land zu Land unterschiedlichen Präferenzen bei der Gerätenutzung. Gelesen wird laut PayPal-Studie in Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien vor allem auf dem klassischen E-Reader, in Japan dagegen liegt das Smartphone vorne, in den USA das Tablet. Smartphone und Tablet werden aber eben auch parallel als mobile Gaming-Plattform genutzt.

Was Leser ausgeben

Zwei klassische E-Reader-Nationen, nämlich Deutschland und Spanien, liegen tatsächlich dann auch bei den monatlichen Ausgaben für E-Books vorne, zusammen mit Frankreich. In diesen Leseländern geben die Konsumenten monatlich im Schnitt mehr als 13 Euro für elektronische Lektüre aus. Ach ja, und was ist mit Paypal? Nun, was niemanden überraschen dürfte: die meisten Gamer in Deutschland, Italien und Spanien nutzen PayPal. Hauptargument: weil es so einfach ist.

(via The Digital Reader)

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".