Aufgespießt für später: Pinterest schluckt Read-It-Later-App Instapaper

Pinterest-schluckt-InstapaperEine kleine Schockwelle geht seit gestern durch die Späterlese-Community: Instapaper, einer der Pioniere auf dem Gebiet der Read-it-Later-Apps, wird vom Social-Media-Pinnwand-Dienst Pinterest geschluckt. Immerhin, das Team hinter der Instapaper-App inklusive CEO Brian Donohue macht weiter, nur nicht mehr in San Francisco, sondern in New York. Und auch die App bleibt zumindest vorerst separat, wurde den Nutzern via Instapaper-Blog versichert, von denen viele die gebührenpflichtige Premium-Version zum Preis von 30 Dollar pro Jahr abonniert haben.

„Discoverability von Artikeln verbessern“

Für die beliebte Pinnwand-App dürfte es aber mittelfristig von Interesse sein, beide Services zu integrieren — „to accelerate discovering and saving articles on Pinterest“ nennt der neue Besitzer denn auch das Ziel der Übernahme. Mit den „Article Pins“, die mit Foto und kurzer Preview auf Web-Texte verweisen, wurde vor einiger Zeit bereits ein Feature eingeführt, das in diese Richtung weist.

Pocket steht als Alternative bereit

„Es geht um nicht um die App, sondern um die Technologie, und die Leute hinter der App“, so die einhellige Meinung vieler US-Tech-Blogs. Doch selbst wenn Pinterest in ein bis zwei Jahren nicht mehr existieren sollte, dürfte das nicht ganz so schlimm sein: mit „Pocket“ gibt es ja eine mächtige Alternative in den App Stores für iOS und Android bereit — die kurz vor Instapaper gestartete Später-Lese-Anwendung hat bereits mehr als 20 Millionen User.

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".