Freemium statt Paywall: Guardian Apps für iPhone & Android bieten werbefinanzierte Basisversion

Während auch in Großbritannien immer mehr Zeitungen hinter Paywalls verschwinden, setzt der Guardian weiterhin auf frei zugängliche News. Und das nicht nur in punkto Website – bei den Smartphone-Apps des Guardian können sich zukünftig sowohl Nutzer von Apple- und Android-Geräten zwischen einer werbefinanzierten Basisversion und einer werbefreien Premium-Version auf Abo-Basis entscheiden. Bisher war die iPhone-App ähnlich wie die iPad-App nach einer Testphase ausschließlich gegen Bezahlung lesbar, während Nutzer der kostenlosen Android-App bereits Anzeigen auf’s Display gespielt bekamen. Die grafisch besonders aufwändig gestaltete iPad-App wird vorerst kein Freemium-Modell anbieten.

„Instead of giving users different options simply based on what platform they’re on, we have made our products clearer and simpler to understand“, begründet das Blatt die Vereinheitlichung des Angebots. Tatsächlich habe es viele iPhone-Nutzer gegeben, die ein Freemium-Modell wünschten, umgekehrt aber auch viele Android-Nutzer, die bereit waren, für Premium-Angebote zu zahlen. Schon bisher hatten sich die Digi-Abos als echte Cash Cow für den finanziell immer noch kriselnden Guardian erwiesen – derzeit gibt es 23.000 zahlende iPad-Leser und 57.000 zahlende iPhone-Leser. Die Website guardian.co.uk gehört mit 4.7 Millionen Besuchern pro Tag nach Mail Online zur Nummer Zwei in Großbritannien.

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".