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Debatte: Fördern Ad-Blocker die Verbreitung von Fake News via Social Media?

30 Mai 2017

adblock-plus-beispielSind Ad-Blocker gut oder böse? Die neueste These geht eher in letztere Richtung – die Werbefilter für den Browser würden die Verbreitung von Fake News fördern, lautet der Vorwurf. Nanu? Nun ja, zumindest indirekt. Denn immer mehr Webseiten blockieren die Lektüre ihrer Inhalte mit aktiviertem Ad-Blocker komplett, denn es geht ja auch um Werbeeinnahmen: „Threatened by the popularity of ad blockers, a growing number of platforms and publishers, such as Axel Springer, Conde Nast, and Forbes, are responding with an ultimatum: disable the ad blocker or be denied access to desired content“, schreibt Philip Kushmaro auf Mediapost.com – das wiederum habe zur Konsequenz, das viele Inhalte von seriösen Seiten nicht geteilt würden: „Such restrictions on content discourages people from reading and sharing“.

Blockierte News werden nicht geteilt

Und das sei nun mal aktuell der Königsweg für die Verbreitung von Informationen – dem American Press Institute zufolge würden in den USA schon 75 Prozent der Erwachsenen ihre Informationen in Form solcher geteilter Häppchen via Facebook, Twitter und ander Social-Media-Kanäle erhalten. Fake News hätten somit einen unschlagbaren Vorteil – denn gerade die unseriösen Seiten haben keine Werbung bzw. setzen keine Werbeblocker-Blocker ein, ihre Tartarennachrichten lassen sich somit einfacher unter die Leute bringen.

Neue Strategien sind gefragt

Als probate Lösung empfiehlt Kushmaro intelligenten Umgang mit Ad-Blockern – vor allem durch Software, die bestimmte Ad-Formate am Werbeblocker vorbeischmuggelt. Das sollten dann aber keine Pop-Ups oder Autoplay-Animationen sein — denn das würden Ad-Blocker-Nutzer nicht akzeptieren. In Zeiten von Fake News sei Zurückhaltung angesagt, alleine schon aus publizistischer Verantwortung: „Responsible publications have an obligation to make their voices heard“, so Kushmaros Fazit.