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Fehlende Megaseller, fehlende Tage: Buchhandel unzufrieden mit Weihnachtsgeschäft, Online-Handel frohlockt

29 Dez 2017 0 Kommentare

xmas-shopping-2017Am Ende fehlte nicht nur ein Mega-Bestseller, es fehlten kalendertechnisch schlicht auch genügend Werktage zwecks Geschäftsöffnung: im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete der Buchhandel in der Weihnachtssaison 2017 ein leichtes Minus von 0,3 Prozent, berichtet das Börsenblatt. Grundlage für diese Zahl ist eine Stichprobe, für die das Zentralorgan bundesweit rund 50 Buchhandlungen befragt hatte.

Onlinehandel bei 12 Prozent Umsatzanteil

Auch insgesamt fällt im Einzelhandel die Weihnachtsbilanz eher gemischt aus, so der Handelsverband Deutschland (HDE) — wie eine Umfrage des Verbandes zeigt, sind gerade die Erwartungen kleinerer Händler nicht erfüllt worden, während größere Unternehmen und der Onlinehandel (siehe auch die jährliche Jubelmeldung von Amazon) frohlocken. Insgesamt gab’s im November und Dezember ein Ergebnis von 94,5 Milliarden Euro, was ein Umsatzplus von drei Prozent bedeutet – Onlineanteil: 12 Milliarden Euro, bzw. 12,7 Prozent.

Geschenkgutscheine immer beliebter

Zu den beliebtesten Geschenken zählten in diesem Jahr Bücher, Spielwaren und Bekleidung. Auch Sportartikel, Kosmetik und Drogeriewaren waren stark nachgefragt. Auch die Untentschiedenen ließen sich nicht lumpen: Neben Bargeld lagen nicht selten auch Geschenkgutscheine auf dem Gabentisch: nach HDE-Schätzungen wurden im Weihnachtsgeschäft rund drei Milliarden Euro Umsatz mit dem Verkauf von Gutscheinen erzielt. Das wiederum dürfte für den Handel erst recht ein Grund zur Freude sein — werden doch viele Gutscheine gar nicht eingelöst.

(via boersenblatt.net & einzelhandel.de)

Abb.: Diego Russo/cc-by-2.0

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