Farb-E-Paper für’s Handgelenk: Neue Version der Pebble Smartwatch auf Kickstarter gelauncht

pebble-time-smartwatch-mit-e-ink-displayDas Display bleibt auch bei Smartwatches die Achillesferse – die Akkulaufzeit vieler solcher Gadgets ist arg begrenzt, denn normalerweise wird wie bei Smartphones und Tablets auf LED-Technik gesetzt. Anders Pebble – die vom kalifornischen Uhren-Designers Eric Migicovsky entwickelte Uhr hat ein E-Ink-Display, das bis zu 7 Tagen Betriebsdauer erlaubt. In Zukunft nicht nur in Schwarzweiß: heute wurde mit der „Pebble Time“ ein neues Modell an den Start gebracht, das nicht nur etwas größere Auflösung mitbringt, sondern ein farbiges E-Paper-Display, das sich durch ein LED-Backlight auch im Dunkeln ablesen lässt.

Sprachsteuerung per Mikrofon

Im Gegensatz etwa zur Apple-Smartwatch wird das Display der neuen Pebble jedoch auch weiterhin keine Touch-Funktion besitzen. Dafür verbirgt sich unter der Haube ein anderes neues Feature: ein Mikrofon, um die Funktionen des cleveren Chronometers mit Sprachbefehlen steuern zu können. Außerdem wurde das Betriebssystem überarbeitet und ein schnellerer Chip eingebaut. Preislich wird sich die neue Pebble-Smartwatch mit regulär 199 Dollar in etwa auf Augenhöhe mit der bisherigen „Steel“-Version bewegen, deren Hülle nicht wie beim Basismodell aus Plastik besteht.

Vermarktung via Kickstarter

Vermarktet wird die neue Pebble zunächst exklusiv via Kickstarter. Auf der populären US-Crowdfunding-Plattform hatte Migicovsky bereits 2012 äußert erfolgreich eine Pre-Order-Kampagne für das erste Pebble-Modell platziert. Mit 69.000 Vorbestellungen und einer Gesamtsumme von 10 Millionen Dollar kam einer der größten jemals mit Crowdfunding erzielten Pre-Order-Erfolge zustande. Ob die weltweit erste Smartwatch mit Color-E-Ink einen ähnlich großen Hype erzeugt, bleibt abzuwarten. In den ersten Minuten wurden jedenfalls bereits mehr als 3.000 Stück verkauft, das Funding-Ziel von 500.000 Dollar ist erreicht…

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".