Farb-Displays im Vergleich: Hanvon Color E-Ink vs. Qualcomms Mirasol

Jenseits vom Tablet- und Superphone-Fieber gab’s auf der CES in Las Vegas auch einen Vorgeschmack auf die nahe Zukunft des elektronischen Lesens -- und die ist mehr oder weniger farbig. Zu sehen war sowohl ein farbiges E-Ink-Display von Hanvon wie auch ein Prototyp der stromsparenden Mirasol-Technologie. Im direkten Vergleich lässt das Video von E-Ink-Info die Vor- und Nachteile des gegenwärtigen Entwicklungsstandes ganz gut erkennen: das 9,7-Zoll-Display von Hanvon bietet zwar eine gute Auflösung, ist aber nicht besonders kontrastreich, die Farben wirken blass wie -- -- -- nun ja, ein schlechter Farbdruck. Ein Grund, warum u.a. Amazon bisher auf eine Kindle-Version mit Farb-Display verzichtet hat. Das Mirasol-Display dagegen bietet einen Kontrast und eine Farbigkeit, die eher in Richtung herkömmlicher Farb-LCDs à la iPad & Co. geht. Allerdings gilt hier wiederum die Faustregel: bei Kunstlicht ist Mirasol etwas schlechter als herkömmliches hintergrundbeleuchtete Displays, dafür bei Sonnenlicht aber deutlich besser. Für normale Anwendungen auf Tablets und Netbooks mag das ausreichen. Für augenschonende E-Reader-Lektüre in Farbe muss man aber wohl noch auf wirklich farbechtes Color-E-Ink warten.

(via teleread.org & E-Ink-Info)

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".