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Erst blockieren, dann spendieren: AdBlockPlus-Betreiber Eyeo relauncht Mikrospenden-Dienst Flattr

27 Okt 2017 0 Kommentare

flattr-relaunch-2017Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen. Oder umgekehrt. Die AdBlock-Plus-Betreiber von Eyeo schmälern mit ihrem Werbeblocker nicht nur Online-Anzeigenerlöse, bzw. kassieren ab für das Whitelisting von „akzeptablen“ Werbebannern, sie verteilen jetzt auch Crowd-Gelder mit der Gießkanne über das Web. Mittel zum Zweck ist ausgerechnet Flattr — der 2010 gestartete Mikrospenden-Service gehört nämlich seit Anfang des Jahres zu Eyeo. Und wurde in der Zwischenzeit kräftig umgemodelt, der Relaunch erfolgte Anfang der Woche.

Content Flattern mit der Gießkanne

Die neue Browser-Erweiterung von Flattr wandelt nun auf den Spuren von KachingleX & Co. — sie misst die Nutzer-Aktivität und Nutzungsdauer auf Webseiten, und „flattert“ sie, wenn eine bestimmte Schwelle überschritten wurde. Am Ende des Monats werden dann der vom Flattr-Nutzer eingezahlte Beitrag unter all jenen besuchten Webseiten aufgeteilt, die bereits Mitglied des Flattr-Netzwerks sind. Bei den anderen zählen die Besuche nur für die Flattr-Statistik, und zugleich als Incentive für die Betreiber, sich auch zu registrieren.

Crowdpublishing geht längst andere Wege

Neu ist auch die Verrechnungseinheit: statt Euro werden nun US-Dollars genutzt, mit der Hoffnung, das möge die weltweite Nutzung von Flattr vorantreiben. Ob das wirklich klappt, ist eine gute Frage — schließlich gab es mittlerweile eine ganze Menge Versuche, ähnliche (Um-)Verteilungsmechanismen zu etablieren, inklusive Google (aktuell siehe Google Contributor 2.0). Im Unterschied zu projektbezogenem Crowdfunding bzw. Crowdpublishing auf großen Plattformen wie Kickstarter & Co. blieben die per Browser-Addon verteilten Mikrospenden aber immer nur ein Nischenmarkt.

(via The Digital Reader)

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