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Eine Handvoll Edelfedern und eine Horde elender Skribenten: SZ nimmt „ungebundene Autoren“ unter die Lupe

15 Aug 2018

Die Süddeutsche Zeitung nahm gestern das Phänomen der „ungebundenen Autoren“ unter die Lupe, vulgo: Self-Publishing — und beschreibt (online leider hinter der Paywall…) eine Branche im Schatten gewohnter Bestseller-Listen und klassischer Feuilleton-Kritik, die sich zunehmend professionalisiert. Was u.a. mit Zahlen von Matthias Mattings aktueller Autorenumfrage (siehe selfpublisherbibel.de) belegt wird, an der mehr als 800 Indie-Autoren teilgenommen haben. Was Motivationen der Autoren, ihre Strategien, aber auch ihren Verdienst betrifft, liefert die „Große Selfpublishing-Umfrage“ tatsächlich eine Menge interessanter Zahlen. So würden zum Beispiel viele Indies gerne auch bei einem Verlag veröffentlichen, wenn die Bedingungen stimmen. Nicht wenige haben es auch schon mal getan. Viele würden ihre selbst verlegten Bücher auch gerne im traditionellen Buchhandel vermarkten, tatsächlich machen oder versuchen es bisher aber nur wenige von ihnen.

Viele Zahlen weisen auch auf die wachsende Professionalisierung der Indie-Branche hin — so geben viele Self-Publisher Covergestaltung, Korrektorat und Lektorat in externe Hände, es wird einiges Geld in Marketing und Vertrieb investiert. Nicht wenige Autoren haben auch schon mehr als ein Dutzend Titel veröffentlicht – und es gibt eine kleine Minderheit von Self-Publishern, die gutes Geld verdient — jeder zehnte der Befragten scheffelt mehr als 4.000 Euro pro Monat.

Die große Mehrheit allerdings kann nicht vom Schreiben allein leben, mehr als zwei Drittel der elenden Skribenten verdienen nämlich weniger als 500 Euro pro Monat. Kleine Fußnote: Matthias Matting selber wird von der SZ mit einem Monatseinkommen zwischen 15.000 und 20.000 Euro als einer der „250 erfolgreichsten deutschen Selfpublisher“ eingeordnet.

(via Buchreport)