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Journalismus schlägt Facebook & Google in punkto Reichweite (beim Werbeumsatz ist es umgekehrt…)

5 Apr 2017 0 Kommentare

editorial-media-haben-bei-reichweite-die-nase-vornHehehe, was für ein passendes Thema für einen Blog namens „Editorial Media“: Editorial Media (ehemals „Journalismus“) hat zwar in den USA die größte digitale Reichweite, in punkto Umsatz liegen aber Functional Media (Suchmaschinen, Shoppingportale, Bezahldienste etc.) und Social Media vorne, berichtet, wie gesagt, Editorial Media, ein Blogprojekt des BDZ (Verband Deutscher Zeitschriftenverleger). Was natürlich auch daran liegt, dass die Werbeeinnahmen immer stärker von Google (wichtigstes Functional Media) und Facebook (wichtigstes Social Media) eingeheimst werden. Zwei Drittel des digitalen Werbekuchens werden von Brin, Page und Zuckerberg verspiesen.

50 Prozent-Marke von Editorial Media verteidigt

Schwacher Trost für die wackeren Content-Produzenten: sie haben via Desktop und mobil ebenso deutlich die Nase vorn in Sachen Bruttoreichweite, laut Comscore liegen sie 50 Prozent noch ungeschlagen vorn. Dagegen erreichen Social Media nur 16 Prozent, Functional Media 31 Prozent.

So gesehen wohl kein Wunder, dass die Verlage mit einer Doppelstrategie gegen das übermächtige Advertising-Duopol von Google und Facebook anrennen: zum einen machen sie mit ihnen gezwungenermaßen gemeinsame Sache, zum anderen versuchen sie mehr Digitalabos zu verkaufen – was großen Blättern wie der NYT oder WaPo nicht zuletzt dank „Trump Bump“ auch recht gut gelingt.

Digitaler Werbekuchen sehr ungleich verteilt

Vom nach wie vor starken, zweistelligen Wachstum im digitalen Anzeigengeschäft werden die Verlage aber wohl kaum etwas abbekommen – fast der gesamte Zugewinn im letzten Jahr wurde von Google und Facebook verschluckt. Vielleicht sollte man gesamtgesellschaftlich gesehen ja auch mal von Asocial und Dysfunctional Media sprechen…!?

Abb.: Anthony Quintano (cc-by-2.0)

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