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Echtes E-Ink für 60 Euro: Weltbild startet neuen Low-Cost-Reader („eBook Reader 4“)

11 Sep 2012 Ansgar Warner 6 Kommentare

Schon fast ein lokales Brauchtum: auch im Herbst 2012 bringt Weltbild/Hugendubel einen neuen Low-Cost-Reader auf den Markt. Als Nachfolgemodell des eBook Reader 3.0 schickt die Buchhandelskette mit dem eBook Reader 4 erstmals ein E-Ink-Lesegerät ins Rennen – wiedereinmal zum Kampfpreis von 59 Euro. Das ist immerhin 20 Euro günstiger als das aktuelle Basismodell von Amazons Kindle. Auf besondere Features wie WiFi oder Touch-Screen muss man beim neuen 6-Zoller im abgerundeten schwarzen Gehäuse allerdings verzichten. Produziert wird der eBook Reader 4 wie das Vorgängermodell vom hessischen Unternehmen Trekstor. Das Gerät wird online über weltbild.de bzw. hugendubel.de vertrieben, ist aber auch vor Ort in bundesweit mehr als 400 Filialen erhältlich.

„Unsere Marktforschung zeigt, dass die Kunden vor allem eine lange Akkulaufzeit und komfortables Lesen schätzen“, so Nina Hugendubel anlässlich der Reader-Premiere. Diese beiden Eigenschaften gehörten allerdings nicht gerade zu den Stärken des mit stromfressenden LCD-Display ausgestatteten eBook Reader 3.0 (siehe den E-Book-News-Testbericht) – trotzdem ging der Siebenzoller bis Ende 2011 bereits mehr als 500.000 mal über den Ladentisch. Der neue E-Ink-Reader ist nahezu baugleich mit dem von der Börsenvereins-Tochter MVB im Frühjahr 2012 gelaunchten Liro Ink (alias Trekstor Pyrus), der im Buchhandel bereits für 69 Euro angeboten wird (siehe den E-Book-News-Testbericht). Im Unterschied zum Liro Ink hat der neue Weltbild-Reader allerdings nur 2 Gigabyte Speicher (statt 4 Gigabyte) und ist mit 216 Gramm ein bisschen schwerer, die Akkuleistung von mehreren Wochen dagegen soll identisch sein.

Der Leser kann über die Bedientasten unter dem Display zwischen sechs verschiedenen Schriftgrößen wählen und das Gerät sowohl im Hoch- als auch im Querformat nutzen. Für mehr Lesekomfort sorgen zudem spezielle Umblätter-Tasten am linken und rechten Gehäuserand. Vorinstalliert sind auf dem Weltbild-Reader bereits 30 aktuelle Leseproben, wer mehr Lesestoff im epub- oder PDF-Format auf den Reader bringen will, muss diese via USB-Kabel vom PC oder Laptop übertragen. Weltbild selbst bietet auf dem eigenen Portal mehr als 280.000 E-Titel an, und das nicht ohne Erfolg: bereits 10 Prozent der Online-Buchumsätze werden mit elektronischer Lektüre gemacht, kürzlich wurde die Schwelle von zwei Millionen verkaufter E-Books überschritten.

Abb.: Weltbild

6 Kommentare »

  • krautware schrieb:

    Lieber Ansgar,

    welches Display genau ist den nun in diesem Reader verbaut,
    die Angabe E-Ink ist mir nicht präzise genug. Wird nun ein
    altes Vizplex oder ein Pearl Display eingesetzt.

    Gruß
    krautware

  • Ansgar Warner (author) schrieb:

    Tja, wer’s weiss, kriegt nen Preis :-) In den Herstellerangaben ist von Digital Ink die Rede, da kann man der Phantasie freien Lauf lassen. Das Original von der E-Ink Corp ist es wohl nicht, weder der alte Standard noch Pearl. Der Kontrast ist aber schon ziemlich gut, irgendwo dazwischen. Das hatte mich schon beim Testen des trekstor Pyrus positiv überrascht…

  • bernd schrieb:

    Hallo,
    genau dieser Reader wäre für mich die Alternative zum neuen, günstigsten Kindle,wobei der Kindle bisher mein Favorit war.
    Aber auf Grund der “Klagen” in Rezensionen darüber, dass bei Amazon gekaufte Bücher “nur” in der Cloud hinterlegt werden, und man mit denen nicht machen kann was man möchte, verleihen, weitergeben etc. etc. gefällt mir der Gedanke wesentlich besser, dass bei Weltbild die gekauften Bücher erst auf den Rechner geladen werden und dann auf eReader oder das Smartphone etc.
    Somit “gehören” mir diese Bücher doch wirklich, oder mache ich da einen Denkfehler ?
    Über eine Meinung bzw. einen Kommentar dazu würde ich mich freuen.
    m.f.G. Bernd

  • Ansgar Warner (author) schrieb:

    Grundsätzlich muss ein E-Book auch beim Kindle auf den Reader geladen werden, damit man es lesen kann, anders als bei Audio oder Video werden E-Books (zumindest bisher) nicht gestreamt. Deswegen gibt’s eigentlich auch keinen Unterschied zwischen Kindle und anderen Lesegeräten, sobald das E-Book mal heruntergeladen wurde. Bei DRM-geschützten Titeln heißt das dann leider auch, dass einem das Buch nicht gehört, so wie einem ein Buch aus Papier gehört. Man kauft lediglich eine persönliche Lizenz zum Lesen, die nur auf einer begrenzten Anzahl von autorisierten Geräten gilt.

  • Michael schrieb:

    Hab gerade den ebookreader von weltbild in Österreich und Deutschland verglichem. Siehe da, ein Preisunterschied von “20 euro”!!!! Auch nicht schlecht, da werde ich doch zu meinem 2. Favoriten von Amazon zugreifen.
    lg

  • NEWS! E-Ink von Weltbild/Hugendubel « OnleiheVerbundHessen schrieb:

    [...] Hier geht es zum e-book-news.de-Bericht über den neuen “eBook Reader 4″ von Weltbild/Hugendubel – ein echtes E-Ink für 60 Euro. [...]